Haltung zeigen

Aufruf2019

EINFACH LOSGEHEN: Vom Spazieren, Streunen, Wandern und vom Denkengehen

Dies Buch verführt zum Wandern und Streunen. Denn: Nichts führt dichter in die Welt hinein als das Gehen. Und dies kann auch vor der eigenen Haustür seinen Anfang nehmen. Eine Wanderung dort zu beginnen, scheint sogar sehr naheliegend, wörtwörtlich das Nächstliegende. Das Überraschende dabei ist: Schon nach wenigen Minuten verändert sich etwas. 
Seit über zwei Jahrzehnten beschäftige sich der Autor mit dem Gehen. Insbesondere damit, wie sich unsere Wahrnehmung verändert, wenn wir den Raum gehend begreifen – wenn wir die Welt mit unseren Füßen lesen. Einiges hierzu ist in diesem Buch zu lesen.
INHALTSVERZEICHNIS >> hier 
Eichborn Verlag in der Bastei Lübbe AG
22 x 14 cm; 254 Seiten ; zzgl. 32 farbige Abb.

Eine differenzierte Rezension findet sich bei Buchwurm

Das Buch wurde vorgestellt bei Deutschlandfunk Kultur

Und hier das Buch auf der Verlagsseite, ebenfalls mit einer Leseprobe 

Bevorstehende Leseveranstaltungen:
29.01.19: Museum Göschenhaus & Seume Gedenkstätte Grimma;
20.03.19: afo Architekturforum Oberösterreich Linz;
11.04.19: Umweltbibliothek Leipzig; 

Leipziger GrünGänge

Baulücke„Forschungs-Spaziergänge“ durch­streifen die Viel­falt der Grün­flächen und grünen Plätze, ebenso auch die grünen Zwischen­räume, das Abstands­grün oder ver­wil­derte Rest­flächen. Die Teil­nehmen­den er­halten dabei einer­seits Infor­mationen zum Master­plan Grün Leipzig 2030, tragen darüber­hinaus aber auch selbst aktiv zu diesem bei – sie erhalten „Forschungs­auft­räge“. Aus­ge­suchte Kriterien und Qualitäts­merkmale von städt­ischem Grün werden durch sie beo­bach­tet und proto­kolliert. So etwa gilt es die Dynamik des Stadt­grüns in den unterschiedlichen Quartieren zu erkunden:
GrünGangIst das Grün auf dem Vor­marsch oder verschwindet es mehr und mehr unter Stell­plätzen und Neu­bauten? Sind die Grün­flächen ein­ladend und viel­fältig zu nutzen? Und wie steht es um die bio­lo­gische Viel­falt, die Frisch­luft­zu­fuhr oder die Ver­sicker­ung der Nieder­schläge? Ergo: Welches Grün darf es denn sein und wie viel davon braucht es not­wendig auch in der wach­sen­den Stadt?
Die GrünGänge werden begleitet von dem Spaziergangs­forscher Bertram Weisshaar und von hinzu­geladenen, lokalen Grün-Experten.

GrünGang Eins: Grün-Schnitt durch die Südvorstadt

Die hohe Bevölkerungsdichte und der ebenfalls sehr große Pkw-Bestand zeigt sich in beinahe jeder Straße als schwierige Herausforderungen. Wo also finden sich Flächen für mehr Stadtgrün und Entspannung im Freien? Wie steht es um die „Umweltgerechtigkeit“ in diesem beliebten Stadtteil?
Startpunkt: Ostplatz (Linien 12 + 15)
Termin: Samstag, 4. Mai 2019
Start: 13:30 Uhr
Dauer: bis ca. 17:00 Uhr, mit Pause

GrünGang Zwei: Grün-Ränder im Leipziger Norden

Die Ränder der Stadt finden sich vielfach – bei weitem nicht nur am eigent­lichen Stadtrand. Für die Biodiversität und das wilde Grün sind dies wichtige Refugien. Doch wie steht es um diese, angesichts der sich aus­dehnenden Stadt? Und kommt der Langsamverkehr bei der raschen Entwicklung der zentrumsfernen Wohnquartiere auch noch mit – oder kommt jetzt alles unter die Räder?
Startpunkt: Endhaltestelle Landsberger Straße (Linie 4)
Termin: Samstag, 22. Juni 2019
Start: 13:30 Uhr
Dauer: bis ca. 17:00 Uhr, mit Pause

GrünGang Drei: Reste-Grün in der Ostvorstadt

Die zahlreichen Nachverdichtungen auf vormaligen Brachen und die zentrumsnahen Straßen mit ihrer hohen Verkehrsbelastung rücken die Sorge um die Gesundheit in den Vordergrund – ist diese doch ein mindestens ebenso hohes Gut wie Mobilität. Eine der zentralen Fragen: Entstehen parallel zu den Neubauten auch neue Räume für Naherholung und für die Anpassung der Stadt an den Klimawandel?
Startpunkt: Moritzbastei (Ecke Universitätsstraße)
Termin: Samstag, 21. September 2019
Start: 13:30 Uhr
Dauer: bis ca. 17:00 Uhr, mit Pause

TALK WALK Frankfurt Höchst

Frankfurt am Main – Höchst
„Wenn man ein Paradebeispiel für den Nieder­gang eines Ortes sucht, muss man nach Höchst schauen“ – so wurde noch 2006 der Höchster Geschichts­verein zitiert. Doch seither wurde viel unter­nommen. So wurden im Rahmen eines städtischen Sanierungs­programms viele Millionen in die Erneuerung des Stadtteils investiert, was entlang dieses Spaziergangs deutlich wird. Und während sich im Zentrum von Frankfurt die Touristenscharen zwischen rekonstruierten Fassaden entlang drängeln, bietet Höchst eine echte Altstadt mit beschaulichen Gassen, ferner ein altes Schloss mit romantischem Schlossgraben und Schlossterrassen hoch über dem Main, eine der ältesten Kirchen Deutschlands mit einem versteckten Garten – und vieles andere mehr. Mit anderen Worten: Wer nicht durch Höchst spaziert, wer nicht sehen will, wie sich dieser Ort erneuert, ist schlicht selber schuld.
Entlang einer Route von ca. vier Kilometer kommen neunzehn Personen zu Wort und schildern jeweils ihren Blick oder ihr Anliegen zu diesem Ortsteil. Startpunkt und Zielpunkt ist der Bahnhof Höchst; unterwegs bieten sich zahlreiche Möglichkeiten zu einer Pause oder Einkehr.
Dieser Audio-Walk »Frankfurt Höchst« wurde möglich im Auftrag des Stadtplanungsamtes Frankfurt am Main.
Regie & Aufnahmen: Bertram Weisshaar; 2018
Kostenloser Download auf: www.talk-walks.net

Hör-Spaziergang Oderbruch Museum Altranft

Ein neuer Audio-Spaziergang unternimmt einen Gang durch die Zeiten des Dorfes Altranft und zeichnet den gravierenden Wandel nach vom einst eigenständigen Gutsbauerndorf zu einem Ortsteil von Bad Freienwalde. Als Werkstatt für ländliche Kultur ist das Oderbruch Museum Altranft ein Teil dieses Prozesses. Es stellt sich im Blick auf die Vergangenheit der Frage, was heute das Leben und Arbeiten im Dorf, im Ländlichen aus­zeich­net, in Altranft wie im gesamten Oderbruch. In diesem Sinne führt der Weg von den historischen Gebäuden über den alten Gutshof in der Dorfmitte vorbei am Bahnhof durch eine Einfamilienhaussiedlung bis zum Gewerbepark am südlichen Dorfrand, dem heutigen ökonomischen Mittelpunkt. An ausgesuchten Orten entlang des Weges geben Menschen im Gespräch einen Einblick in die Geschichte und Gegenwart des Dorfes.
Mit: Kenneth Anders; Axel Anklam; Bruno Bürger; Isa David; Björn Ferch; Lars Fischer; Anne Hartmann; Thomas Klopsch; Ralf Lehmann, Antonius van­ Leeuwen; Charlotte Marten; Bernd Neumann; Christoph Nickel; Jan Paepke; Heinz Raeck; Jörg Schleinitz; Karl-Heinz Schwoch; Günther Wartenberg;
Startpunkt: Am Schloss (Außerhalb der Öffnungszeiten am Eingangstor zum Schlosspark) Streckenlänge: ca. 4,7 km. Dauer: ca. 3 Stunden

Erstellt im Auftrag von
Oderbruch Museum Altranft;
Regie und Interviews durch Bertram Weisshaar

Download Spaziergangsplan und Hörstationen/mp3 (59 MB)

Das Buch zum DENKWEG

»Gehen« eröffnet auch im 21. Jahrhundert unmittelbare Einblicke in unsere Lebenswelt. Fernab der Informationsflut und der Schnelllebigkeit des Internets ermöglicht Wandern oder Pilgern direkte und sinnliche Erfahrungen – und erfreut sich steigender Beliebtheit. Ausgehend hiervon entwirft der Spaziergangsforscher Bertram Weisshaar einen neuartigen Wanderweg, den er »Denkweg« nennt und der als (um)weltlicher Pilgerweg konzipiert ist. Sein Weg ist ein Querschnitt durch das Land, führt durch Wanderparadiese und zu bedeutungsvollen Orten, aber auch zu fragwürdigen Hinterlassenschaften. Er beschreibt das Konzept des Denkweges und lässt uns teilhaben an seiner Wanderung, die ihn von Aachen nach Zittau führt. Nicht zuletzt weckt er damit die Lust, diesen Weg in Abschnitten oder auch in Gänze selbst zu gehen. »Die Länge der Strecke ist dabei eine nur kleine Herausforderung«, so der Autor. Im positiven Sinne anspruchsvoll ist eher die Fülle an Schönheit und Widersprüchlichkeit – und das Erlebte als zusammenhängendes Ganzes zu denken. (Verlagsankündigung des Buches)
BEISPIELSEITEN: Einblicke in das Buch mit einigen Textauszügen und Fotobeispielen finden sich >> hier
BESTELLUNG: Das Buch kann gerne auch direkt beim Autor / bei Atelier Latent bestellt werden >> per Email 
192 Seiten, Broschur; zum Buchhandelspreis 22,95 € zzgl. Versand
PRESSEMITTEILUNG  zum Buch >>hier 
Radio-Interview auf MDR Kulturradio >> hier

Die Fahrt nach Tahiti

Kassel. Die 1987 von Lucius Burckhardt zusammen mit der studentischen Projektgruppe Spaziergangswissenschaft in Kassel inszenierte »Fahrt nach Tahiti« wird in zahlreichen Publikationen angeführt als der Ur-Spaziergang der Spaziergangswissenschaft. An sich schon Grund genug, diesen die Anfänge der Spaziergangswissenschaft in besonderer Weise markierenden Walk in eine zeitaktuelle Form zu übersetzen. Bemerkenswerte Bedeutung entwickelte die Spaziergangswissenschaft zudem für die documenta 14. Dessen Leiter Adam Szymczyk erklärte in einem seiner ersten Interviews: „Burckhardt […] hat sich mit der Landschaft auseinandergesetzt, und seine Methoden sind sehr künstlerisch. […] Er verließ den Seminarraum, um sich bewegend der Wirklichkeit anzunähern […] Und diese Ideen finde ich auch für meine Documenta interessant: dem gesetzten Rahmen zu entkommen und sich selbst zu verlieren.” (DIE ZEIT, 27.12.2013 Nr. 01

Rechtzeitig zum dreißigsten Jahrestag wurde die »Fahrt nach Tahiti« von Bertram Weisshaar mittels dem Medium Audio-Walk neu aufgelegt. Damit ist es nun möglich, mittels Kopfhörer den damaligen Spaziergang in dem Naturschutzgebiet Dönche in Kassel individuell nachzuvoll­ziehen: Die selben Zitate aus Georg Forster’s „Reise um die Welt“ wurden vom selben Schauspieler eingesprochen und sind an den selben Orten nun zu hören. Einige zusätzliche Hörstationen ergänzen Hinweise zur Aktualisierung der Frage „Warum ist Landschaft schön?“, die sich durch die Veränderungen in der Landschaft während der letzten drei Jahrzehnte ergeben.
Veröffentlicht wurde »Die Fahrt nach Tahiti« auf talk-walks.net

Das Magazin StadtZeit Kassel berichtete in einem längeren Artikel von der Fahrt nach Tahiti >>Download
(StadtZeit Kassel Magazin, Nr. 81, August/September 2017)

TALK WALK Frankfurt Innenstadt

Frankfurt am Main. Wie kaum eine andere deutsche Stadt vergleichbarer Größe ist Frankfurt geprägt von anhaltendem Einwohner­zuwachs und enormer städtebaulicher Dynamik. Dies wird insbesondere deutlich im Zentrum von Frankfurt. Das Innenstadt-Konzept stellt sich den aus diesem Wachstum entwachsenden Aufgaben und Problemen, formuliert dabei zugleich Ziele zur Stadtreparatur wie auch zur spannungsvollen Weiterentwicklung des Zentrums. Dieser Audio-Walk führt an markante Orte, an welchen die raschen Veränderungen oder auch die Herausforderungen zur Sprache kommen.
Zur Mitwirkung konnten durchweg renommierte und kompetente „Talk-Gäste” gewonnen werden: Immobilienunternehmer Rainer Ballwanz, Pfarrerin Andrea Braunberger-Myers, Planungsamtleiter Martin Hunscher, Stadtrat Mike Josef, Architekt Prof. Jochem Jourdan, Architekt Prof. Christoph Mäckler, Kulturamtsleiterin Carolina Romahn, Planerin Prof. Ursula Stein sowie Michael Hootz, Markus Radermacher, Nils Schalk und Jörg Stellmacher-Hein vom Stadtplanungsamt Frankfurt am Main.
Kostenloser Download auf der Plattform talk-walks.net

Quartiers-Spaziergang mit Oberbürgermeister Burkhard Jung

Leipzig. Auf Initiative der Leipziger Ortsgruppen von FUSS e.V. und Verkehrsclub Deutschland (VCD) verlegt Oberbürgermeister Burkhard Jung seine Bürgersprechstunde ein weiteres mal auf die Straße: Der Quartiers-Spaziergang 2017 lenkt den Blick aus Fußgänger-Perspektive auf die Alltagssituationen. Entlang einer zuvor recherchierten Route werden anhand der konkreten Situationen die Belange einer fußgängerfreundlichen Stadt erörtert.
Dieser bereits dritte OBM-Spaziergang widmet sich dem Stadteil Großzschocher und damit einem eher etwas abgelegenen Quartier. Die beiden vorangegangenen Rundgänge führten entlang dem Innenstadtring (2015) und durch das zentrumsnahe Kolonnadenviertel (2016). Die örtliche Presse hatte jeweils ausführlich darüber berichtet.
Termin: 4. April 2017. Mit Bertram Weisshaar (für FUSS e.V.) und Florian Quitzsch (für VCD).

Radio mephisto 97.6 berichtete über den Spaziergang, zu dem sich zahlreiche Teilnehmer eingefunden hatten. Fotos: Florian Quitzsch

7-Tage-Wander-Expedition

EISENACH bis KASSEL. Diese DENKWEG-Exkursion 2017 bietet eine geführte Wandertour für bis zu zwölf Teilnehmer. Beginnend in Eisenach geht es in sieben Tagesetappen bis nach Kassel – entlang von „Relikten der Großelternlandschaft“ und „Lebensmittelproduktionsflächen“, über die Salzhalde „Monte Kali“, vorbei am „Grünen Band“ und zu einem Demonstrationsbetrieb für ökologische Landwirtschaft. Somit führt diese Tour durch ausgesprochene Wandergebiete und zu besonderen Orten, wie auch zu fragwürdigen Hinterlassenschaften – ein Weg zwischen Schönheit und Schrecken. Damit öffnet sich noch einmal ein neues, auch sinnliches Fenster zu Themen eines nachhaltigen Lebensstils. Diese Exkursion folgt dem Denkweg von Eisenach bis nach Kassel erstmals als geführte Tour. Sie enthält auch etwas anspruchsvolle Etappen und erfordert daher eine gewisse körperliche Kondition und Übung.
Von Samstag, 10. Juni
bis Freitag, 16. Juni 2017

Download Ankündigung >>Ankündigung Exkursion2017