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Haltung zeigen

Aufruf2019

Europäische MobilitätsWoche 2019

Jedes Jahr steht die EUROPÄISCHE MOBILITÄTSWOCHE (EMW) unter einem Motto – in diesem Jahr widmet sich die EMW insbesondere dem Fußverkehr. Da kann Atelier Latent die Füße natürlich nicht stillhalten und ist in Zusammenarbeit mit teilAuto gleich in drei Städten mit dabei. Je ein dialogischer Spaziergang führt durch Halle, Erfurt und Leipzig.

Und darum wird es gehen: Um das Gehen selbst als die Basis-Mobilität schlechthin. Denn unsere Füße funktionieren allein für sich, aber auch als „Zubringer“ zu Fahr­rad, ÖPNV oder Pkw. Jeder mit einem Fahrzeug absolvierte Weg besteht immer ebenso aus zu Fuß zurück­gelegten Etappen. Ergo: Ohne Gehen geht sowieso gar nix. Auch empfiehlt die Welt­gesund­heits­organisation WHO täglich 10.000 Schritte zurück­zulegen, um fit zu bleiben, um den Zivilsations­krank­heiten gewisser­maßen beständig davon­zulaufen. Doch wie viel Platz wird dem Gehen im öffentlichen Straßenraum eingeräumt? Wo und wodurch wird es zurück­gedrängt oder unattraktiv gemacht? Diesen Fragen soll spazierender­weise auf den Grund gegangen werden.

Jeder Spaziergang beginnt um 18 Uhr und dauert ca. 2 Stunden. Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine vorherige Anmeldung ist nicht obligatorisch, aber aus Planungsgründen gern gesehen. Eine kurze Mail an presse@teilauto.net genügt.

Termine & Treffpunkte
Erfurt: Dienstag, 17.09.2019, Start 18:00 Uhr am Willy-Brandt-Platz vorm Hauptbahnhof
Leipzig: Mittwoch, 18.09.2019, Start 18.00 Uhr am Markt, Altes Rathaus
Halle: Donnerstag, 19.09.2019, Start 18:00 Uhr an der teilAuto-Station „Reileck Neu“, Ludwig-Wucherer-Straße 44, neben der Apotheke

Leipziger GrünGänge

In der wachsenden Stadt Leipzig werden mehr und mehr Flächen bebaut. Auch nimmt der Nutzungsdruck auf die Freiflächen, die Stadtparks und Gewässer zu. Zentrale Antworten hierauf will der Masterplan Grün formulieren, der gemeinsam mit den Bürgern, den Umweltverbänden und der Stadtpolitik erarbeitet wird. Über Bürgerforen, Werkstätten, Lesungen und Spaziergänge wird die Öffentlichkeit bereits ab der Analysephase beteiligt. Ein Format hierbei sind die Leipziger GrünGänge:

Stadtgrün unter der LupeDiese Reihe aus „Forschungs-Spaziergängen“ durch­streift die Viel­falt der Grün­flächen und grünen Plätze, ebenso auch die grünen Zwischen­räume, das Abstands­grün oder ver­wil­derte Rest­flächen. Die Teil­nehmen­den er­halten dabei einer­seits Infor­mationen zum Master­plan Grün Leipzig 2030, tragen darüber­hinaus aber auch selbst aktiv zu diesem bei – sie sollen ihre Anregungen, Wünsche, Beobachtungen und Kritik direkt einbringen. Die Leitthemen sind dabei Klima, Gesundheit, Biodiversität, Mobilität und Umweltgerechtigkeit. So etwa gilt es die Dynamik des Stadt­grüns in den unterschiedlichen Quartieren zu erkunden:
BaulückeIst das Grün auf dem Vor­marsch oder verschwindet es mehr und mehr unter Stell­plätzen und Neu­bauten? Sind die Grün­flächen ein­ladend und viel­fältig zu nutzen? Und wie steht es um die bio­lo­gische Viel­falt, die Frisch­luft­zu­fuhr oder die Ver­sicker­ung der Nieder­schläge?
Ergo: Welches Grün darf es denn sein und wie viel davon braucht es not­wendig auch in der wach­sen­den Stadt?
Die GrünGänge werden begleitet von dem Spaziergangs­forscher Bertram Weisshaar und von hinzu­geladenen, lokalen Grün-Experten.
Jeder GrünGang gliedert sich in zwei Etappen mit einer Pause zur Mitte (Möglichkeit für Getränk und Toilette). Die Teilnahme ist an einer oder auch an beiden aufeinader folgenden Etappen möglich. Dauer insgesamt inklusive Pause bis ca. 17 Uhr.

>> Nächster GrünGang (Drei): Reste-Grün in der Ostvorstadt
Die zahlreichen Nachverdichtungen auf vormaligen Brachen und die zentrumsnahen Straßen mit ihrer hohen Verkehrsbelastung rücken die Sorge um die Gesundheit in den Vordergrund – ist diese doch ein mindestens ebenso hohes Gut wie Mobilität. Eine der zentralen Fragen: Entstehen parallel zu den Neubauten auch neue Räume für Naherholung und für die Anpassung der Stadt an den Klimawandel?
Termin: Samstag, 21. September 2019
Startpunkt 1: 13:30 Uhr; Moritzbastei (Kurt-Masur-Platz / Universitätsstr.)
Startpunkt 2 (& Pause): 15:30 Uhr; Garten Mendelssohnhaus, Goldschmidtstr. 12
Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.


GrünGang Eins: Grün-Schnitt durch die Südvorstadt

Der erste GrünGang (4.05.2019) legte das Augenmerk auf die hohe Bevölkerungsdichte und den ebenfalls sehr großen Pkw-Bestand, der sich in beinahe jeder Straße als schwierige Herausforderungen zeigt. Diskutiert wurde die Frage der „Umweltgerechtigkeit“ in diesem beliebten Stadtteil.
Grüngang 1

GrünGang Zwei: Grün-Ränder im Leipziger Norden
Die Ränder der Stadt finden sich vielfach – bei weitem nicht nur am eigent­lichen Stadtrand. Für die Biodiversität und das wilde Grün sind dies wichtige Refugien. Doch wie steht es um diese, angesichts der sich aus­dehnenden Stadt? Und kommt der Langsamverkehr bei der raschen Entwicklung der zentrumsfernen Wohnquartiere auch noch mit – oder kommt jetzt alles unter die Räder?

Masterplan Grün Leipzig 2030
Die GrünGänge sind ein Beitrag zum Masterplan Grün – ein Projekt im Rahmen des „Experimentellen Wohnungs- und Städtebaus“ des BMI/BBSR.

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Akademie LandPartie

STADTMENSCH TRIFFT LANDMENSCH
Bist Du durch und durch ein Stadtmensch? Dann komm mit: Wandere über das Land und begegne den Menschen, die dort leben.
Oder bist Du ein Landmensch und lebst in einem Dorf? Dann freu dich auf Besuch: Zeige den Menschen aus der Stadt, wie es sich lebt in einer ländlichen Region. 
Die Akademie LandPartie bringt Menschen aus Dorf und Stadt zusammen zu Begegnungen und gemeinsamer künstlerischer Arbeit.
Jetzt anmelden ! >  Alle weiteren Informationen gibt es auf der Website akademielandpartie.de

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EINFACH LOSGEHEN: Vom Spazieren, Streunen, Wandern und vom Denkengehen

Dies Buch verführt zum Wandern und Streunen. Denn: Nichts führt dichter in die Welt hinein als das Gehen. Und dies kann auch vor der eigenen Haustür seinen Anfang nehmen. Eine Wanderung dort zu beginnen, scheint sogar sehr naheliegend, wörtwörtlich das Nächstliegende. Das Überraschende dabei ist: Schon nach wenigen Minuten verändert sich etwas.
Seit über zwei Jahrzehnten beschäftige sich der Autor mit dem Gehen. Insbesondere damit, wie sich unsere Wahrnehmung verändert, wenn wir den Raum gehend begreifen – wenn wir die Welt mit unseren Füßen lesen. Einiges hierzu ist in diesem Buch zu lesen.
INHALTSVERZEICHNIS >> hier 
Eichborn Verlag in der Bastei Lübbe AG
22 x 14 cm; 254 Seiten ; zzgl. 32 farbige Abb.

Eine differenzierte Rezension findet sich bei Buchwurm
oder auch in der Mobilogisch 1/2019

Das Buch wurde vorgestellt bei Deutschlandfunk Kultur

Und hier das Buch auf der Verlagsseite, ebenfalls mit einer Leseprobe

Bevorstehende Leseveranstaltungen:
20.03.19: afo Architekturforum Oberösterreich Linz;
21.03.19: Wunsiedel, Verein „Bürgerforum“
11.04.19: Umweltbibliothek Leipzig;

TALK WALK Frankfurt Höchst

Frankfurt am Main – Höchst
„Wenn man ein Paradebeispiel für den Nieder­gang eines Ortes sucht, muss man nach Höchst schauen“ – so wurde noch 2006 der Höchster Geschichts­verein zitiert. Doch seither wurde viel unter­nommen. So wurden im Rahmen eines städtischen Sanierungs­programms viele Millionen in die Erneuerung des Stadtteils investiert, was entlang dieses Spaziergangs deutlich wird. Und während sich im Zentrum von Frankfurt die Touristenscharen zwischen rekonstruierten Fassaden entlang drängeln, bietet Höchst eine echte Altstadt mit beschaulichen Gassen, ferner ein altes Schloss mit romantischem Schlossgraben und Schlossterrassen hoch über dem Main, eine der ältesten Kirchen Deutschlands mit einem versteckten Garten – und vieles andere mehr. Mit anderen Worten: Wer nicht durch Höchst spaziert, wer nicht sehen will, wie sich dieser Ort erneuert, ist schlicht selber schuld.
Entlang einer Route von ca. vier Kilometer kommen neunzehn Personen zu Wort und schildern jeweils ihren Blick oder ihr Anliegen zu diesem Ortsteil. Startpunkt und Zielpunkt ist der Bahnhof Höchst; unterwegs bieten sich zahlreiche Möglichkeiten zu einer Pause oder Einkehr.
Dieser Audio-Walk »Frankfurt Höchst« wurde möglich im Auftrag des Stadtplanungsamtes Frankfurt am Main.
Regie & Aufnahmen: Bertram Weisshaar; 2018
Kostenloser Download auf: www.talk-walks.net

Hör-Spaziergang Oderbruch Museum Altranft

Ein neuer Audio-Spaziergang unternimmt einen Gang durch die Zeiten des Dorfes Altranft und zeichnet den gravierenden Wandel nach vom einst eigenständigen Gutsbauerndorf zu einem Ortsteil von Bad Freienwalde. Als Werkstatt für ländliche Kultur ist das Oderbruch Museum Altranft ein Teil dieses Prozesses. Es stellt sich im Blick auf die Vergangenheit der Frage, was heute das Leben und Arbeiten im Dorf, im Ländlichen aus­zeich­net, in Altranft wie im gesamten Oderbruch. In diesem Sinne führt der Weg von den historischen Gebäuden über den alten Gutshof in der Dorfmitte vorbei am Bahnhof durch eine Einfamilienhaussiedlung bis zum Gewerbepark am südlichen Dorfrand, dem heutigen ökonomischen Mittelpunkt. An ausgesuchten Orten entlang des Weges geben Menschen im Gespräch einen Einblick in die Geschichte und Gegenwart des Dorfes.
Mit: Kenneth Anders; Axel Anklam; Bruno Bürger; Isa David; Björn Ferch; Lars Fischer; Anne Hartmann; Thomas Klopsch; Ralf Lehmann, Antonius van­ Leeuwen; Charlotte Marten; Bernd Neumann; Christoph Nickel; Jan Paepke; Heinz Raeck; Jörg Schleinitz; Karl-Heinz Schwoch; Günther Wartenberg;
Startpunkt: Am Schloss (Außerhalb der Öffnungszeiten am Eingangstor zum Schlosspark) Streckenlänge: ca. 4,7 km. Dauer: ca. 3 Stunden

Erstellt im Auftrag von
Oderbruch Museum Altranft;
Regie und Interviews durch Bertram Weisshaar

Download Spaziergangsplan und Hörstationen/mp3 (59 MB)

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Das Buch zum DENKWEG

»Gehen« eröffnet auch im 21. Jahrhundert unmittelbare Einblicke in unsere Lebenswelt. Fernab der Informationsflut und der Schnelllebigkeit des Internets ermöglicht Wandern oder Pilgern direkte und sinnliche Erfahrungen – und erfreut sich steigender Beliebtheit. Ausgehend hiervon entwirft der Spaziergangsforscher Bertram Weisshaar einen neuartigen Wanderweg, den er »Denkweg« nennt und der als (um)weltlicher Pilgerweg konzipiert ist. Sein Weg ist ein Querschnitt durch das Land, führt durch Wanderparadiese und zu bedeutungsvollen Orten, aber auch zu fragwürdigen Hinterlassenschaften. Er beschreibt das Konzept des Denkweges und lässt uns teilhaben an seiner Wanderung, die ihn von Aachen nach Zittau führt. Nicht zuletzt weckt er damit die Lust, diesen Weg in Abschnitten oder auch in Gänze selbst zu gehen. »Die Länge der Strecke ist dabei eine nur kleine Herausforderung«, so der Autor. Im positiven Sinne anspruchsvoll ist eher die Fülle an Schönheit und Widersprüchlichkeit – und das Erlebte als zusammenhängendes Ganzes zu denken. (Verlagsankündigung des Buches)
BEISPIELSEITEN: Einblicke in das Buch mit einigen Textauszügen und Fotobeispielen finden sich >> hier
BESTELLUNG: Das Buch kann gerne auch direkt beim Autor / bei Atelier Latent bestellt werden >> per Email 
192 Seiten, Broschur; zum Buchhandelspreis 22,95 € zzgl. Versand
PRESSEMITTEILUNG  zum Buch >>hier 
Radio-Interview auf MDR Kulturradio >> hier

Die Fahrt nach Tahiti

Kassel. Die 1987 von Lucius Burckhardt zusammen mit der studentischen Projektgruppe Spaziergangswissenschaft in Kassel inszenierte »Fahrt nach Tahiti« wird in zahlreichen Publikationen angeführt als der Ur-Spaziergang der Spaziergangswissenschaft. An sich schon Grund genug, diesen die Anfänge der Spaziergangswissenschaft in besonderer Weise markierenden Walk in eine zeitaktuelle Form zu übersetzen. Bemerkenswerte Bedeutung entwickelte die Spaziergangswissenschaft zudem für die documenta 14. Dessen Leiter Adam Szymczyk erklärte in einem seiner ersten Interviews: „Burckhardt […] hat sich mit der Landschaft auseinandergesetzt, und seine Methoden sind sehr künstlerisch. […] Er verließ den Seminarraum, um sich bewegend der Wirklichkeit anzunähern […] Und diese Ideen finde ich auch für meine Documenta interessant: dem gesetzten Rahmen zu entkommen und sich selbst zu verlieren.” (DIE ZEIT, 27.12.2013 Nr. 01

Rechtzeitig zum dreißigsten Jahrestag wurde die »Fahrt nach Tahiti« von Bertram Weisshaar mittels dem Medium Audio-Walk neu aufgelegt. Damit ist es nun möglich, mittels Kopfhörer den damaligen Spaziergang in dem Naturschutzgebiet Dönche in Kassel individuell nachzuvoll­ziehen: Die selben Zitate aus Georg Forster’s „Reise um die Welt“ wurden vom selben Schauspieler eingesprochen und sind an den selben Orten nun zu hören. Einige zusätzliche Hörstationen ergänzen Hinweise zur Aktualisierung der Frage „Warum ist Landschaft schön?“, die sich durch die Veränderungen in der Landschaft während der letzten drei Jahrzehnte ergeben.
Veröffentlicht wurde »Die Fahrt nach Tahiti« auf talk-walks.net

Das Magazin StadtZeit Kassel berichtete in einem längeren Artikel von der Fahrt nach Tahiti >>Download
(StadtZeit Kassel Magazin, Nr. 81, August/September 2017)

TALK WALK Frankfurt Innenstadt

Frankfurt am Main. Wie kaum eine andere deutsche Stadt vergleichbarer Größe ist Frankfurt geprägt von anhaltendem Einwohner­zuwachs und enormer städtebaulicher Dynamik. Dies wird insbesondere deutlich im Zentrum von Frankfurt. Das Innenstadt-Konzept stellt sich den aus diesem Wachstum entwachsenden Aufgaben und Problemen, formuliert dabei zugleich Ziele zur Stadtreparatur wie auch zur spannungsvollen Weiterentwicklung des Zentrums. Dieser Audio-Walk führt an markante Orte, an welchen die raschen Veränderungen oder auch die Herausforderungen zur Sprache kommen.
Zur Mitwirkung konnten durchweg renommierte und kompetente „Talk-Gäste” gewonnen werden: Immobilienunternehmer Rainer Ballwanz, Pfarrerin Andrea Braunberger-Myers, Planungsamtleiter Martin Hunscher, Stadtrat Mike Josef, Architekt Prof. Jochem Jourdan, Architekt Prof. Christoph Mäckler, Kulturamtsleiterin Carolina Romahn, Planerin Prof. Ursula Stein sowie Michael Hootz, Markus Radermacher, Nils Schalk und Jörg Stellmacher-Hein vom Stadtplanungsamt Frankfurt am Main.
Kostenloser Download auf der Plattform talk-walks.net