agra-Park

Leipzig / Markkleeberg. Ein weiterer Audio-Spaziergang ist in Vorbereitung, zum agra-Park im Süden von Leipzig. Gegenwärtig erfährt dieser als Leipziger Park des Jahres 2014 große Aufmerksamkeit – auch wegen der Auseinandersetzungen, ob die Bundesstraße als Brückenbauwerk oder als Tunnel erneuert werden soll. Ungeachtet dessen bleibt der Park mit den angrenzenden Ausstellungsflächen eine Ansammlung denkbar unterschiedlicher Bilder: Die Hochzeitsfoto-Shooting-Hintergründe kommen den Kitschpostkarten gefährlich nahe, während man wenige Meter weiter vergessene Filmkulissen aus Andrei Tarkowskijs „Stalker” vermutet. Der Spaziergang hier erfordert somit eine besondere Verfasstheit – schwankend zwischen ironischer Distanz und liebevollem Hinschauen.

Weg durch die Zeiten

Kassel. Ein weiterer Audio-Spaziergang ist in Vorbereitung. Der TALK WALK Audio »Weg durch die Zeiten« führt durch den Stadtteil Mattenberg und das angrenzende Naherholungsgebiet bis zum Schenkelsberg. Die ab 1936 erbaute Siedlung Mattenberg hat eine sehr besondere Geschichte, ebenso der erst junge „Hügel” – ein großer Erdwall, parallel zur Autobahn und nahe der Siedlung.
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TALK WALK »Stadt und Alter«

Villingen-Schwenningen. Wie begehbar ist diese Stadt – mit Kinderwagen oder Rollator?  Lieben wir alte Städte nur dann, wenn diese neu saniert sind und moderne Standards gelten? Kann eine alte Stadt an sich verändernde Lebensstile angepasst werden? Und welche Altersgruppen können ihre Bedürfnisse durchsetzen, welche weniger?
Wenn Häuser und Menschen in die Jahre kommen, wandelt sich der Blick, ändern sich Bedürfnisse und Wünsche. Ein geführter Spaziergang durch Villingen eröffnet Einsichten und unterschiedliche Perspektiven dazu: eine „Talk-Show in Fortbewegung“, zu welcher der Kunstverein, die Architektenkammer und der Stadtseniorenrat alle Altersgruppen einladen. Als Talk-Gäste sind Architekt Joachim Müller sowie Susanne Schneider (Städtischer Seniorenrat) mit dabei. Der Spaziergang ist „interaktiv“: An markanten Haltepunkten werden alle Teilnehmer eigene Ideen, Fragen und Anregungen einbringen können.
Samstag, 19. Juli 2014, 14.00 Uhr
Treffpunkt: Abt-Gaisser-Haus,
Dauer etwa 2 Stunden, Wegstrecke etwa 2 km.
Anmeldung erbeten: Kunstverein Villingen-Schwenningen unter Tel. 07721/ 51457.

Kritik im Wandeln : Urbane Codes

HafenCity Hamburg. Unter dem Titel Kritik im Wandeln veranstaltet die HafenCity bereits die neunte Veranstaltungsreihe, bei welcher jeweils zwei eingeladene Kritiker entlang eines Rundgangs durch die HafenCity einen Dialog führen. Die Spaziergangsteilnehmer können über Funk-Kopfhörer das Gespräch der beiden Kritiker verfolgen, die den Verlauf ihres Rundgangs frei bestimmen. Zu dem Thema „Urbane Codes im Stadtraum des 21. Jahrhunderts” wandeln gemeinsam Frerk Froböse aus Zürich und Bertram Weisshaar, am:
27. August 2014, 18.30 Uhr.
Anmeldung erforderlich!

TALK WALK »Werkstatt Gröba«

Riesa. Der Stadtteil Gröba besitzt eine stark durch Industrie, Gewerbe und Logistik geprägte Struktur und ist zugleich der älteste Stadtteil der Stadt Riesa. So sind Reste der einst dörflichen Siedlung heute ebenfalls noch erkennbar. Eine solche Situation ist für die Bewohner der Stadt immer schön und zugleich auch schwierig. Die Aufgaben für die Entwicklung dieses Stadtteils sind also „ganz schön schwierig”. Unter dem Titel Werkstatt Gröba und unterstützt durch Fördermittel aus dem Europäischen Fond für regionale Entwicklung (EFRE) wurden im Jahr 2009 mehrere Projekte zu einem Vorhaben gebündelt: „Mit EFRE. Für Riesa.” Doch nun läuft der Förderzeitraum aus. Mit anderen Worten: Die Geldquelle EFRE versiegt. Aber noch nicht gelöste Aufgaben bleiben. Lautet der Slogan daher zukünftig vielleicht: „Ohne EFRE. Mit Riesa”? Ein geführter Spaziergang durch die Werkstatt Gröba blickt auf das Erreichte und hofft dabei auch zu neuen Fragen zu finden. Als Talk-Gäste begleiten den Rundgang die Stadtplanerin Regina Sonnabend, die aus ihrer leitenden Mitarbeit für die IBA Stadtumbau 2010 in Sachsen-Anhalt die Entwicklung vergleichbarer Städte unterstütze sowie als lokaler Experte der Schmiedemeister Werner Richter aus Gröba.
17. Juli 2014, nach 16:00 Uhr
(Direkt im Anschluss an EFRE-Abschlussveranstaltung)
Start an der Berufsakademie Sachsen, Riesa, Am Kutschenstein 6.

Ausflug in’s Blaue

Ausflug in's BlaueLEIPZIG. Das Ziel bleibt bis zuletzt eine Überraschung. Nur so viel wird verraten: Die Tour führt vom Marktplatz an einen überraschenden Ort am Stadtrand von Leipzig und spannt somit einen Bogen zwischen Stadtmitte und Stadtrand. Die Spaziergangsveranstaltung folgt insbesondere der Freude am gehenden Entdecken. Zudem reihen sich einige Überraschungen entlang der ausgesuchten Route, beispielsweise Sehenswürdigkeiten, aber auch Denk-Würdigkeiten und auch eine kostenlose Tombola, bei der jedes Los gewinnt. Den Höhepunkt bildet zur Blauen Stunde eine ungewohnte Perspektive auf Leipzig. Dieser Blick auf den Sonnenuntergang wird dabei von einer Musikimprovisation untermalt – mit einem Musikinstrument, das für Leipzig eher untypisch ist, aber wie kein anderes in die Landschaft passt.
Der Ausflug beginnt und endet mit einer Fahrt durch den Citytunnel, wofür jeweils ein Fahrschein erforderlich ist. Die etwa fünf Kilometer lange Spazier-Route ist nicht barrierefrei. Es wird festes Schuhwerk empfohlen.
Der Ausflug ist eine gemeinsame Veranstaltung von Atelier Latent und FUSS e.V. und ist ein Beitrag zum Leipziger Netzwerk Baukultur.
Kosten: freiwilliger Unkostenbeitrag und zwei Fahrten mit ÖPNV
Freitag, 27. Juni 2014. Beginn 18 Uhr, Rückkehr ca 22:30 Uhr
Start- und Endpunkt: Marktplatz Leipzig, Südseite
Begrenzte Teilnehmerzahl; um Anmeldung wird gebeten unter: anmeldung@atelier-latent.de

Geht doch!

FreeLounge, das Fachmagazin für kommunale Frei-Räume, bringt in der Ausgabe 1/2014 den vierseitigen Artikel „Geht doch! Spaziergangswissenschaft in Praxis”. Der Beitrag stellt die Aktualität der Promenadologie heraus: Schlendern, gelegentlich innehalten, zuhören und selbst hinschauen, um im besten Fall selbst zu denken – das ist zeitlos und darum geht es den Formaten in Fortbewegung.
Geht doch! Spaziergangswissenschaft in Praxis

Spaziergangsmanifest

Spaziergangsmanifest

Veröffentlicht in: Earnest & Algernon, Nr 7. 2014

Go by Bus [3]: Busbahnhof Beirut

„Betreten auf eigene Gefahr”

Dieser Hinweis ist ein treuer Begleiter der Spaziergangsforschung und somit ein trefflicher Kommentar von Hanne Tügel, die in dem Magazin Geo den Band Spaziergangswissenschaft in Praxis vorstellt: „Das Buch macht Lust sofort die Schuhe anzuziehen und draußen herumzustrolchen.” Damit hat sie sicher Recht. Zu schade nur, dass Lesen in Fortbewegung nicht so recht funktionieren mag. Daher also in den Lesepausen immer mal wieder einen Spaziergang einfügen.