„Betreten auf eigene Gefahr”

Dieser Hinweis ist ein treuer Begleiter der Spaziergangsforschung und somit ein trefflicher Kommentar von Hanne Tügel, die in dem Magazin Geo den Band Spaziergangswissenschaft in Praxis vorstellt: „Das Buch macht Lust sofort die Schuhe anzuziehen und draußen herumzustrolchen.” Damit hat sie sicher Recht. Zu schade nur, dass Lesen in Fortbewegung nicht so recht funktionieren mag. Daher also in den Lesepausen immer mal wieder einen Spaziergang einfügen.

Ein Kleingarten-Konzept für Kiel

Die Stadt Kiel besitzt zahlreiche Kleingartensiedlung verteilt über das gesamte Stadtgebiet. Nun soll ein übergreifendes Kleingarten-Konzept entwickelt werden. Bereits 1922 erarbeiteten der Kieler Stadtrat Willy Hahn und der deutschlandweit gefragte Landschaftsplaner Leberecht Migge ein umfassendes Entwicklungskonzept für die Stadt Kiel. Zentraler Bestandteil war damals ein Kultur- und Grüngürtel, bestehend aus Kleingärten und Grünanlagen, der den Rand Alt-Kiels ringförmig umschloss. Noch heute ist dieser Ring erkennbar und prägt ganz wesentlich das Stadtbild. Und neunzig Jahre später ist die Welt zwar eine etwas andere, doch die Menschen ernähren sich nach wie vor mit dem was auf und aus der Erde wächst…
Atelier Latent wurde eingeladen, den Beteiligungsprozess mit zwei TALK WALKs zu begleiten. Der erste wird voraussichtlich am 14. Juni 2014 stattfinden.

 

Perspektivwechsel – Ein anderer Blick aufs Stadtgrün

Die Deutsche Gartenamtsleiterkonferenz (GALK) stellt sich in diesem Jahr dem Thema “Zukunft StadtGRÜN”. Neue Herausforderungen sehen die Veranstalter für diese an sich kontinuierliche Aufgabe angesichts gestiegener Ansprüche hinsichtlich der Lebensqualität in Städten, neuer Trends im Freizeitverhalten oder auch in gesellschaftlichen Veränderungen. Bertram Weisshaar wurde eingeladen, mit einem Perspektivwechsel, mit einem anderen Blick auf’s Stadttgrün einen Beitrag in die Diskussion einzubringen.
Leipzig, 21.–24. Mai 2014.
Alle Infos zur Konferenz finden sich hier >> http://www.galk.de

Festival des Spazierens

9. – 11. Mai 2014
Das dreitägige „Festival des Spazierens“ bietet ein Programm aus gemeinsamen Spaziergängen, Performances und Interventionen von Künstlerinnen und Künstlern aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz sowie Vorträgen von internationalen Gästen. Verteilt auf verschiedene Orte vagabundiert das Festival durch das Dreiländereck bei Basel. Den Auftakt bildet – wie könnte es anders sein – ein Spaziergang: Auf „Mikrolandschaften im globalen Schatten“ fokussiert die von Bertram Weisshaar gestaltete Tour, beginnend am Flughafen Basel – Mühlouse – Freiburg. Es wird also alles andere als ein gutbürgerlicher Sonntagsspaziergang und führt aber doch mitten durch die Lebenswelt im Heute. Und das ist gut so, denn schließlich will das Festival die Ideen zur Spaziergangswissenschaft diskutieren und die Möglichkeiten des Spazierens als eine Methode zur Untersuchung von Raum reflektieren.
Ausführliche Infos hier >> Trinationales Festival des Spazierens

Lucius Burckhardt Convention

Samstag, 17. Mai 2014
Kunsthochschule Kassel

Mit Vortragenden aus der Schweiz, Österreich, Italien und Deutschland: Silvana Blumenthal, Gion A. Caminada, Jesko Fezer, Ueli Marder, Markus Ritter, Lorenzo Romito, Hannah Stippl und Bertram Weisshaar.
Organisation: Martin Schmitz.
Der Schweizer Soziologe Lucius Burckhardt lehrte von 1972-1997 an der Universität Kassel im Fachbereich Architektur, Stadt- und Landschaftsplanung. Vielen Studentinnen und Studenten – nicht nur aus den entwerfenden Fächern – eröffnete er neue Perspektiven. Wer plant die Planung? Warum ist Landschaft schön? Design ist unsichtbar, Durch Pflege zerstört oder Der kleinstmögliche Eingriff: diese Burckhardtschen Fragen und Formeln sind aktueller denn je. Die Convention möchte zu deren Weiterentwicklung beitragen.

Die Kunstbulletin-Redaktion empfiehlt

Das Schweizer Kunstbulletin empfiehlt (Ausgabe 3-2014) Spaziergangswissenschaft in Praxis: „Burckhardts Anregungen wurden gerade im Kunstbereich sehr interessiert aufgenommen und in den letzten Jahren haben sich vielfältige Ansätze einer speziellen Art des Herumstreunens entwickelt…”
Ebenfalls von der Redaktion empfohlen wird Lucius Burckhardt: Der kleinstmögliche Eingriff, erschienen bei Martin Schmitz Verlag.

Wege zur Romantik

Sucht ein Tourist ein Reiseangebot in eine romantische Landschaft, so wird ihn dieser Wunsch nur sehr unwahrscheinlich nach Frankfurt und in die Region Frankfurt RheinMain führen. Das nach Außen wirksame Bild dieser Region ist eher geprägt von Bankentürmen, Autobahnkreuzen und Flughafen und wird oft beschrieben mit Begriffen wie Zwischenstadt, Konglomerat oder Patchwork… – soweit das bekannte Bild. Doch die Schönheit liegt bekanntlich im Auge des Betrachters. Um andere Blicke und andere Annäherungen zu finden, beauftragte das Umweltamt Frankfurt gemeinsam mit Regionalpark RheinMain das Atelier Latent mit einer Recherche und Konzeption zu „Wege zur Romantik”. Mittels umherschweifender Aufmerksamkeit und Gesprächen mit lokalen Experten entstand eine strukturierte Sammlung aus entdeckten Orten, entwickelten Routen und Projektvorschlägen.

Geschützt: Wege zur Romantik – Download

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TALK WALKs Audio goes mobile

Für die Reihe TALK WALKs Audio wurde eine neue, für mobiles Internet optimierte Website online gestellt (beta-Version). Smartphone-Nutzern bietet diese besondere Funktionen (z.B. GPS). Das Installieren einer App ist nicht notwendig, sinnvoll ist jedoch eine gute Internetverbindung (3G-Netz).
Unabhängig hiervon können auch weiterhin alle Walks auch auf den PC heruntergeladen und anschließend auf einem mp3-Player gespeichert werden.

Hier geht es zur mobilen Website >> http://betamobil.talk-walks.de

Buch der Woche

Spaziergangswissenschaft in Praxis. Formate in Fortbewegung wurde im WDR 5 Literaturmagazin vorgestellt als „Buch der Woche” (Sendung vom 19.10.2013).  Martin Stankowski fasste in seiner Rezension des Buches einen wesentlichen Aspekt der Spaziergangswissenschaft in seine eigenen Worte: „Die Wahrnehmung von Stadt etwa ist geprägt von den Bildern, die uns vorgekaut werden. Und die Spaziergangswissenschaftler und -forscher sagen: Schaut euch die anderen Teile an, die eben nicht in diesen festen Ikonen euch vorgesetzt werden, denen ihr dann folgt.” Auch die Gestaltung des Buches wurde angesprochen: „Es hat ein wunderbares, großartiges Design mit sehr, sehr vielen Fotos, die das immer wieder dokumentieren, erklären und diesen Blick auf Stadt immer wieder neu eröffnen.”
Hier zum Nachlesen WDR5 und zum Nachhören >>