TALK WALK »Leibniz in Leipzig«

Leipzig.Vor etwas 350 Jahren kehrte ER jener Stadt den Rücken zu, in der er geboren wurde, zur Schule ging und studierte – und doch wird dieses Jahr (auch) in Leipzig an Leibniz erinnert. Anlässlich des Leibniz-Jahres 2016 führt dieser AudioWalk zu ausgesuchten Leipziger Wissenschaftsorten und präsentiert punktuell die Wissenschaftsstadt Leipzig. Der Spaziergang beginnt in der Leipziger Innenstadt an authentischen Leibniz-Orten und führt anschließend zu Stationen, die in einem thematischen Kontext zu Leibniz und/oder zur Leipziger Wissenschaftsgeschichte stehen. Schließlich trifft der „Gedankengang“ am Deutschen Platz auf die Wissensspeicher der Deutschen Nationalbibliothek und den Wissenschaftsstandort BioCity Leipzig. Der Spaziergang vermittelt Informationen zur Person Leibniz, möchte darüber hinaus auch zu einem kritischen Nachdenken über die Wissenschaften anregen.
Vorgestellt wird der von Atelier produzierte AudioWalk »Leibniz in Leipzig« mit einer geführten Veranstaltung im Rahmen der Langen Nacht der Wissenschaften am 24. Juni 2016, Start um 19.00 Uhr auf dem Nikolaikirchhof. Anschließend steht der Walk als AudioGuide zum Download bereit auf der Plattform talk-walks.de

Partizipation – Fluch oder Chance?

Frankfurt am Main. „Begriffe wie Bürgerbeteiligung, Partizipation, Mitbestimmung sind Schlagworte, die eine immer größere Gewichtung im Planungsprozess privater und öffentlicher Bauprojekte erfahren. Im Kern beschreiben sie die Art und Weise, interessierte, engagierte, aber auch skeptische Akteure in Planungsprozessen einzubinden und mitzunehmen […] Die Vermittlung unterschiedlicher, teils widersprüchlicher Interessen hin zu einer kohärenten und nachhaltig wirksamen Gesamtkonzeption wird zunehmend zum Maßstab einer erfolgreichen Planung.“ – Soweit aus dem Ankündigungstext zu der Fachtagung Partizipation im Planungsprozess – Fluch oder Segen?, veranstaltet vom Bund deutscher Landschaftsarchitekten bdla.
Atelier Latent wird mit einem Vortrag den Spaziergang als unmittelbares und sinnliches Medien für Kommunikation und Partizipation zur Diskussion stellen. Am 3. + 4. Juni 2016 in Frankfurt am Main

Instant Photo Walk auf Schloss Moyland

Bekannt ist das Schloss Moyland insbesondere wegen der weltweit größten Sammlung an Werken von Joseph Beuys. Doch auch die Wechselausstellungen machen von sich reden. Gegenwärtig die Ausstellung »Natur als Kunst – Landschaft im 19. Jahrhundert in Malerei und Fotografie«: „Die Wahrnehmung von Landschaft und deren künstlerische Umsetzung in Malerei und Fotografie bestimmt die Entwicklung der Kunst im 19. Jahrhundert. Denn sowohl die rasch gefertigte Ölstudie wie auch die Fotografie ermöglichten erstmalig die Wiedergabe eines spontanen Natureindrucks.”
Ein eher experimenteller Spaziergang wird die Landschaft des 19. Jahrhunderts und das Schloss verlassen und in dessen Nachbarschaft nach spontanen Natureindrücken suchen. Nichts läge da näher, als hierzu Josef Beuys oder einen der alten Maler mitzunehmen. Indessen bekommen die allesamt einen Korb und bleiben in ihrer Fettecke sitzen – prominenter Wegbegleiter wird Robert Smithson. Ihm gelang 1967 mit seinem Spaziergang »Monuments fo Passaic« die spontane Wiedergabe von Industrienatur. Ausgerüstet mit einer alten Polaroid-Camera wird dieser Walk in  nach latenten Szenen der Industrie-Natur-Landschaft suchen und diese in Black&White Instant Photos ins Museum tragen. Denn die Veränderung unserer Umwelt – dessen, was wir als Landschaft betrachten – ist unübersehbar. “Wie aber gelangen neue, zeitgemäße Bilder von Landschaft in unsere Köpfe?”
Im Rahmen der Kreis Klever KulTourtage 2016. Am Sonntag, 22. Mai 2016

Fußgängerfreundliche Stadt

Leipzig. In zahlreichen Städten erhält das Gehen als eine der wesentlichen Stützen der Nahmobilität eine neue Wertschätzung. Öffentlich diskutiert werden dabei meist die Stadtzentren und die Fußgängerzonen, aber weniger die gewöhnlichen Quartiere und Stadtteile – dort findet aber die tägliche Nahmobilität und Nahversorgung insbesondere statt. Gerade diese Quartiere müssen so gestaltet sein, dass sich ihre BewohnerInnen gerne und sicher im öffentlichen Raum zu Fuß bewegen.

Ein öffentlicher Spaziergang gemeinsam mit dem Leipziger Oberbürgermeister Burkhard Jung wird anhand stellvertretender Situationen die gegenwärtige Situation des Fußverkehrs aufzeigen und diskutieren. Zentrale Aspekte richten sich auf die Aufenthaltsqualität sowie eine Stadtgestaltung im Hinblick auf Verkehrsberuhigung und Entschleunigung. Die Route führt hierzu ausgehend vom Zentrum durch das Kolonnadenviertel. Der Spaziergang ist eine Veranstaltung von FUSS e.V. und Verkehrsclub Deutschland (VCD), unterstützt von Atelier Latent.
Start: Neues Rathaus Leipzig, Haupteingang
Start: 17 Uhr, am Montag,  4. April 2016

Die Kunst des Spazierenführens

Oder: Eine gehende Spurensuche durch Wolfenbüttel nach Lessings Fußabdrücken
Künstler wandern seit Jahrzehnten durch menschenleere Landschaften, durch Industriebrachen als auch durch urbane Zentren. Dabei hat sich inzwischen eine Vielzahl an Spaziergangskonzepten und unterschiedlichen »Formaten in Fortbewegung« ausdifferenziert. Und auch Schriftsteller finden mitunter beim Gehen zu ihrem Stoff. So möglicherweise auch Lessing, der seiner geliebten Bibliothek in Wolfenbüttel auch gerne mal entfloh, wie er selber schrieb: »Es ist zwar recht gut, eine Zeitlang in einer großen Bibliothek zu studieren, aber sich darin zu vergraben, ist eine Raserey.« Was könnten heute seine Wege sein? Vor welcher »Raserey« sollte man heute fliehen, um Stoff zu finden?
Ausgehend von solcherlei Fragen zielt dieses Seminar an der Bundesakademie Wolfenbüttel auf die gemeinsame Entwicklung einer Spaziergangsinszenierung, die im Rahmen des Lessingfestivals Wolfenbüttel am letzten Seminartag öffentlich durchgeführt wird.
Die Einführung in das Seminar verschafft hierfür einen Überblick über »Formate in Fortbewegung« und zeigt Vorgehensweisen der Spaziergangsforschung, um außergewöhnliche Orte zu finden und überraschend zu inszenieren. Leitung: Bertram Weisshaar. Mo., 2. Mai - Do., 5. Mai 2016.

Schon wieder so wertvoll wie nie zuvor: Lessing, im Europa 2016

ArtistTalk


Berlin. Ein Gespräch über Wege gehen und Wege machen, über das Gehen als kreativen wie sinnstiftenden Erfahrungsschatz,
mit Jeppe Hein und Bertram Weisshaar.
Anlässlich der Ausstellung »THIS WAY« von Jeppe Hein (Kunstmuseum Wolfsburg)
Veranstaltung wurde abgesagt & neuer Termin folgt

FCN Academy

Fulda. Vortrag im Rahmen der Tagung FCN_Academy zur »Spaziergangswissenschaft in Praxis«: Gestaltete, dialogische Spaziergänge und ähnliche „Formate in Fortbewegung“ bieten niedrigschwellige Ansätze, die Bürger in Planungsprozessen mitzunehmen.
Veranstaltungsort: Kongress- und Kulturzentrum Fulda, Esperantoplatz, 36037 Fulda; Mittwoch, 2. März 2016, Beginn 9 Uhr

DENKWEG – Von Aachen nach Zittau

DENKWEG – Von Aachen nach Zittau

Ein etwa 800 Kilometer langer, neuer Wanderweg führt zukünftig quer durch’s Land, ein Quer-Schnitt durch Deutschland, von A wie Aachen nach Z wie Zittau. Entlang der Route reihen sich Weiße Flecken unserer Kultur, wie auch Aussichtspunkte in die Zukunft. Gewissermaßen ein atheistischer Pilgerweg. Oder mit anderen Worten: Bleib Du dann mal hier! Denn warum nach Santiago oder sonst in ferne Länder pilgern, wo das Gute und das Schlechte ist doch so nah.
Zur Einführung des neuen Fernwanderweges wird Bertram Weisshaar diesen im Sommer 2015 erstmals abwandern und mittels Fotos und Berichten von den Begegnungen und Besonderheiten berichten. Nicht die Sehenswürdigkeiten, sondern die Denk-Würdigkeiten stehen dabei im Fokus. Mal schauen, zu welchem Bild der Landschaft Deutschland dies führen wird… Zur Website denkweg.net >>
Das Projekt wird gefördert durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen.

TALK WALK Hipster Walk

Leipzig. Einige nennen Leipzig „das bessere Berlin“. Andere sprechen gleich von „Hypezig” (André Herrmann). Tatsächlich zieht es seit geraumer Zeit immer mehr „Hipster” in die Stadt. Dieser Audio Walk erzählt die unglaublichsten Geschichten über die berühmt-berüchtigten Hipster-Orte im Leipziger Westen. Leipziger Autoren der Lesebühnen „Schkeuditzer Kreuz” und „West” berichten über „ihre Begegnungen mit Mate-Trinkerinnen, schwäbischen Immobilientouristen und voll authentischen Einheimischen in Feinripphemden. Setzen Sie Ihre Hornbrille auf und walken Sie mit!”
Dieser Audio-Spaziergang wird während B_Tours Leipzig – Bewegung im Stadtraum 2015 präsentiert und wird im Rahmen eines Lesebühnen-Live-Walks mit Publikum in Richtung Leipziger Westen vorgestellt – und alle können beim SpazierenHören dabei sein. Anschließend steht der für B_Tours Leipzig 2015 entwickelte Walk als AudioGuide zum Download bereit auf der Website talk-walks.de
Dieser Walk wurde produziert für das Festival B_Tours Leipzig, welches wiederum gemeinsam veranstaltet wird von Tanzarchiv Leipzig e.V. und B_Tour GbR. Das Festival B_Tours Leipzig 2015 und hierüber auch die Produktion dieses Walks wird gefördert durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen.
Premiere: Freitag, 10. Juli 2015; Start 19.30 Uhr bei der HGB Hochschule für Grafik und Buchkunst (Haupteingang), Wächterstraße 11.

TALK WALK Utopie Gutes Klima

Frankfurt am Main. Der Klimawandel ist für manche noch eine abstrakte Diskussion, jedoch zeigen sich Anzeichen vor der Haustüre: „Bewährte Baumarten wie z.B. Robinien, Platanen, Kastanien oder Bergahorn versagen zunehmend auf von Trockenstress besonders geprägten Standorten. Sinkende Grundwasserstände auf Tiefen von mehr als 4 m sind auch für Baumwurzeln nicht mehr erreichbar. (…) größere zusammenhängende Trockenperioden zeigen dementsprechende drastische Auswirkungen.“ (Stadt Frankfurt, Koordinierungsgruppe Klimawandel, 2014) Doch wie könne man die Städte an die prognostizierten Auswirkungen anpassen? Entsiegelung von Innenhöfen und mehr Verschattung durch zusätzliche Straßenbäume wären kurz- bis mittelfristig wirksam werdende Maßnahmen. Diese allerdings lassen sich nur realisieren auf Kosten von weniger PKW-Stellplätzen und verringerter Flächen für den motorisierten Verkehr. Das erinnert nun an die „Anstiftung zum Unfrieden” von Alexander Mitscherlich. Auch fünfzig Jahre nach seiner Veröffentlichung Die Unwirtlichkeit unserer Städte tun wie damals auch heute nicht wenige so, „als wäre alles unstörbar in bester Ordnung”. Im Sinne Mitscherlichs versucht dieser Walk daher, zu einem „bewussten statt eines unklaren Unbehagens beizutragen”. mehr lesen