SUB URBAN VIRTUELL

Titel SUB URBAN VIRTUELLLeipzig. Geführter TALK WALK zum Wandel der Innenstädte im Zeitalter des Online-Shopping. Im Rahmen der gleichnamigen Tagung an der Universität Leipzig.
Das Internet ermöglicht neue Geschäfts- und Vertriebsmodelle, setzt dabei aber auch die bisherigen Konzepte der Handelsketten unter Druck. Noch ist umstritten, wie und wie weit sich dies auf das Aussehen der Städte auswirken wird: Droht den Stadtzentren durch das Online-Shopping die Verödung? Oder bietet gerade der Internet-Handel neue Wege, die aus den oft als uniform kritisierten Fußgängerzonen herausführen?
Donnerstag, 27. Nov. 2014; Beginn 17:30 Uhr in der Strohsack-Passage, Nikolaistraße 6-10.
Begrenzte Teilnehmerzahl. Anmeldung erforderlich (Tagungsteilnehmer haben Vorrang).

UNDER (DE)CONSTRUCTION

München. Das jetzige Kreativquartier an der Dachauer Straße wird in den kommenden Jahren umgebaut werden zu einem Viertel für Kunst, Kultur, Wissen, Wohnen und Arbeiten. Auf einem 20 Hektar großen Gebiet der ehemaligen Luitpoldkaserne soll sich dann ein Kreativquartier finden mit über 900 Wohnungen, einer Grundschule sowie gewerblichen, kulturellen, kreativwirtschaftlichen und sozialen Nutzungen – darin integriert ein Kreativlabor. Das betreffende Areal wird derzeit geprägt von Zwischennutzungen und Interventionen verschiedener Kunst- und Kreativschaffender. In diese Situation hinein begibt sich nun die Ausstellung UNDER (DE)CONSTRUCTION; vom 12. September – 18. Oktober 2014. Erklärte Absicht: Die Geschichte des Ortes als auch seine Transformation mit künstlerischen Mitteln kritisch hinterfragen.
Atelier Latent wird als Ausstellungsbeitrag einen TALK WALK Audio realisieren. Während einer einwöchigen, über das Gelände „vagabundierenden Aufmerksamkeit” entsteht ein erste Sammlung mit lokalisierten Hörgeschichten zu jetzigen Nutzungen und zu Hoffnungen und Träumen zum entstehenden neuen Quartier. Dieses Archiv ist dabei prinzipiell offen, kann zukünftig kontinuierlich erweitert werden und begleitet und dokumentiert hierüber die Transformation des bestehenden Kreativquartiers zu einem künftigen Kreativquartier.
Mittwoch, 17.09.2014, 17 Uhr: Buchpräsentation und Diskussion Spaziergangswissenschaft in Praxis. Formate in Fortbewegung
Samstag, 27.09.2014 , 17 Uhr: geführter Walk durch das Kreativquartier in (DE)CONSTRUCTION

agra-Park

Leipzig / Markkleeberg. Ein weiterer Audio-Spaziergang ist in Vorbereitung, zum agra-Park im Süden von Leipzig. Gegenwärtig erfährt dieser als Leipziger Park des Jahres 2014 große Aufmerksamkeit – auch wegen der Auseinandersetzungen, ob die Bundesstraße als Brückenbauwerk oder als Tunnel erneuert werden soll. Ungeachtet dessen bleibt der Park mit den angrenzenden Ausstellungsflächen eine Ansammlung denkbar unterschiedlicher Bilder: Die Hochzeitsfoto-Shooting-Hintergründe kommen den Kitschpostkarten gefährlich nahe, während man wenige Meter weiter vergessene Filmkulissen aus Andrei Tarkowskijs „Stalker” vermutet. Der Spaziergang hier erfordert somit eine besondere Verfasstheit – schwankend zwischen ironischer Distanz und liebevollem Hinschauen.

Die Landschaft suchen

BauminselHoyerswerda. Entlang dem Spaziergang durch „rückgebaute Wohnkomplexe” wird nach latenten Landschaften gesucht – also nach solchen, die schon da sind, aber noch nicht erkannt werden. Der Ausflug beginnt bei der Kulturfabrik Hoyerswerda (Alte Berliner Straße 26) und endet beim neuen Bürgerzentrum von Hoyerswerda. Unterwegs gibt es sogar ein Picknick. Alles ohne Eintritt.
Eine Veranstaltung auf Einladung der Kulturfabrik Hoyerswerda,
am 7. September 2014, Start 11:00 Uhr.

Kritik im Wandeln : Urbane Codes

HafenCity Hamburg. Unter dem Titel Kritik im Wandeln veranstaltet die HafenCity bereits die neunte Veranstaltungsreihe, bei welcher jeweils zwei eingeladene Kritiker entlang eines Rundgangs durch die HafenCity einen Dialog führen. Die Spaziergangsteilnehmer können über Funk-Kopfhörer das Gespräch der beiden Kritiker verfolgen, die den Verlauf ihres Rundgangs frei bestimmen. Zu dem Thema „Urbane Codes im Stadtraum des 21. Jahrhunderts” wandeln gemeinsam Frerk Froböse aus Zürich und Bertram Weisshaar, am:
27. August 2014, 18.30 Uhr.
Anmeldung erforderlich!

Weg durch die Zeiten

Kassel. Der TALK WALK Audio »Weg durch die Zeiten« führt durch den Stadtteil Mattenberg und das angrenzende Naherholungsgebiet bis zum Schenkelsberg. Die ab 1936 erbaute Siedlung Mattenberg hat eine sehr besondere Geschichte, ebenso der erst junge „Hügel” – ein großer Erdwall, parallel zur Autobahn und nahe der Siedlung. Doch wie so oft verengen auch hier Namen und Begriffe den Blick. Den Mattenberg entdeckt man daher eher auf den zweiten Blick, ebenso behindert der Begriff Lärmschutzwall den Blick auf diese Stadtrand-Landschaft. Hilfreicher ist hier hingegen (wieder einmal) ein Zitat von Lucius Burckhardt: „Die Wiederherstellung der Kulturlandschaft ist also die Erzeugung ihrer Wahrnehmung durch die Anlage von Wegen durch die Zeiten, ist also Spaziergangwissenschaft.” In diesem Sinne: „Man muss reingehen…”
Die Idee zu diesem Audio-Spaziergang entstand im Kontext der Ausstellung Bewegter Wind, die ebenfalls den Schenkelsberg und den “Hügel” als Orte für Windkunst mit einbezieht.
Am 24.08.14 wurde der TALK WALK mit einem geführten Spaziergang vorgestellt. weiter>>

TALK WALK & Workshop zu Kiels Grüngürtel

KIEL. Der bereits zweite TALK WALK führt durch die Kleingärten im Kieler Grüngürtel. Eingeladen zu dem etwa zweistündigen Spaziergang sind aktive Gartenfreunde oder Interessierte, die damit liebäugeln, sich einen Garten zuzulegen, sowie alle, die sich für das grüne Kiel interessieren. Die Tour gibt Einblicke in die grüne Welt der Gartenkoppeln, zeigt besondere Kleingärten und erklärt die Bedeutung von Kleingartengebieten für das Stadtklima.
TALK WALK: Samstag, 16. August, 15 Uhr. Start im Naturerlebnisraum Kollhorst, Kollhorster Weg 1

Mit dem Ziel, die Kieler Initiativen und Kleingartenvereine zu einer Fortführung der Grüngürtel-Spaziergänge zu gewinnen, bietet Atelier Latent im Natur-Erlebnis-Zentrum Kollhorst einen kostenlosen Workshop zur Gestaltung geführter Spaziergänge und anderer “Formate in Fortbewegung” an.
Workshop »Den Grüngürtel vermitteln«: Freitag, 15. August, 19 Uhr. Im Naturerlebnisraum Kollhorst, Kollhorster Weg 1
Hintergrund: Bereits 1922 erarbeiteten der Kieler Stadtrat Willy Hahn und der deutschlandweit gefragte Landschaftsplaner Leberecht Migge ein umfassendes Entwicklungskonzept für die Stadt Kiel. Zentraler Bestandteil war damals ein Kultur- und Grüngürtel, bestehend aus Kleingärten und Grünanlagen, der den Rand Alt-Kiels ringförmig umschloss. Noch heute ist dieser Ring erkennbar und prägend für das Stadtgefüge. Er liegt jedoch nicht mehr am Stadtrand und wiederholt musste er „Federn lassen”, so etwa verläuft seit der Olympiade 1972 die Stadtautobahn (B 76) durch den Grüngürtel. Zuletzt führte die Ansiedlung eines großen Möbelhauses auf Flächen des Grünringes zur Auflösung einer Kleingartenanlage – und zu einem Bürgerentscheid gegen diese Ansiedlung. Das vorläufige Zwischenergebnis: Der Bürgerentscheid wurde verloren, ebenfalls verloren ging bei vielen Kleingärtnern und Bürgern das Vertrauen in ihre Stadtverwaltung. In dieser Situation beschlossen der Stadtrat und die Stadtverwaltung, in einem offenen Prozess ein Kleingarten-Entwicklungskonzpt erarbeiten zu lassen.

TALK WALK »Stadt und Alter«

Villingen-Schwenningen. Wie begehbar ist diese Stadt – mit Kinderwagen oder Rollator?  Lieben wir alte Städte nur dann, wenn diese neu saniert sind und moderne Standards gelten? Kann eine alte Stadt an sich verändernde Lebensstile angepasst werden? Und welche Altersgruppen können ihre Bedürfnisse durchsetzen, welche weniger?
Wenn Häuser und Menschen in die Jahre kommen, wandelt sich der Blick, ändern sich Bedürfnisse und Wünsche. Ein geführter Spaziergang durch Villingen eröffnet Einsichten und unterschiedliche Perspektiven dazu: eine „Talk-Show in Fortbewegung“, zu welcher der Kunstverein, die Architektenkammer und der Stadtseniorenrat alle Altersgruppen einladen. Als Talk-Gäste sind Architekt Joachim Müller sowie Susanne Schneider (Städtischer Seniorenrat) mit dabei. Der Spaziergang ist „interaktiv“: An markanten Haltepunkten werden alle Teilnehmer eigene Ideen, Fragen und Anregungen einbringen können.
Samstag, 19. Juli 2014, 14.00 Uhr
Treffpunkt: Abt-Gaisser-Haus,
Dauer etwa 2 Stunden, Wegstrecke etwa 2 km.
Anmeldung erbeten: Kunstverein Villingen-Schwenningen unter Tel. 07721/ 51457.

TALK WALK »Werkstatt Gröba«

Riesa. Der Stadtteil Gröba besitzt eine stark durch Industrie, Gewerbe und Logistik geprägte Struktur und ist zugleich der älteste Stadtteil der Stadt Riesa. So sind Reste der einst dörflichen Siedlung heute ebenfalls noch erkennbar. Eine solche Situation ist für die Bewohner der Stadt immer schön und zugleich auch schwierig. Die Aufgaben für die Entwicklung dieses Stadtteils sind also „ganz schön schwierig”. Unter dem Titel Werkstatt Gröba und unterstützt durch Fördermittel aus dem Europäischen Fond für regionale Entwicklung (EFRE) wurden im Jahr 2009 mehrere Projekte zu einem Vorhaben gebündelt: „Mit EFRE. Für Riesa.” Doch nun läuft der Förderzeitraum aus. Mit anderen Worten: Die Geldquelle EFRE versiegt. Aber noch nicht gelöste Aufgaben bleiben. Lautet der Slogan daher zukünftig vielleicht: „Ohne EFRE. Mit Riesa”? Ein geführter Spaziergang durch die Werkstatt Gröba blickt auf das Erreichte und hofft dabei auch zu neuen Fragen zu finden. Als Talk-Gäste begleiten den Rundgang die Stadtplanerin Regina Sonnabend, die aus ihrer leitenden Mitarbeit für die IBA Stadtumbau 2010 in Sachsen-Anhalt die Entwicklung vergleichbarer Städte unterstütze sowie als lokaler Experte der Schmiedemeister Werner Richter aus Gröba.
17. Juli 2014, nach 16:00 Uhr
(Direkt im Anschluss an EFRE-Abschlussveranstaltung)
Start an der Berufsakademie Sachsen, Riesa, Am Kutschenstein 6.

Ausflug in’s Blaue

Ausflug in's BlaueLEIPZIG. Das Ziel bleibt bis zuletzt eine Überraschung. Nur so viel wird verraten: Die Tour führt vom Marktplatz an einen überraschenden Ort am Stadtrand von Leipzig und spannt somit einen Bogen zwischen Stadtmitte und Stadtrand. Die Spaziergangsveranstaltung folgt insbesondere der Freude am gehenden Entdecken. Zudem reihen sich einige Überraschungen entlang der ausgesuchten Route, beispielsweise Sehenswürdigkeiten, aber auch Denk-Würdigkeiten und auch eine kostenlose Tombola, bei der jedes Los gewinnt. Den Höhepunkt bildet zur Blauen Stunde eine ungewohnte Perspektive auf Leipzig. Dieser Blick auf den Sonnenuntergang wird dabei von einer Musikimprovisation untermalt – mit einem Musikinstrument, das für Leipzig eher untypisch ist, aber wie kein anderes in die Landschaft passt.
Der Ausflug beginnt und endet mit einer Fahrt durch den Citytunnel, wofür jeweils ein Fahrschein erforderlich ist. Die etwa fünf Kilometer lange Spazier-Route ist nicht barrierefrei. Es wird festes Schuhwerk empfohlen.
Der Ausflug ist eine gemeinsame Veranstaltung von Atelier Latent und FUSS e.V. und ist ein Beitrag zum Leipziger Netzwerk Baukultur.
Kosten: freiwilliger Unkostenbeitrag und zwei Fahrten mit ÖPNV
Freitag, 27. Juni 2014. Beginn 18 Uhr, Rückkehr ca 22:30 Uhr
Start- und Endpunkt: Marktplatz Leipzig, Südseite
Begrenzte Teilnehmerzahl; um Anmeldung wird gebeten unter: anmeldung@atelier-latent.de