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Fußgängerfreundliche Stadt

Leipzig. In zahlreichen Städten erhält das Gehen als eine der wesentlichen Stützen der Nahmobilität eine neue Wertschätzung. Öffentlich diskutiert werden dabei meist die Stadtzentren und die Fußgängerzonen, aber weniger die gewöhnlichen Quartiere und Stadtteile – dort findet aber die tägliche Nahmobilität und Nahversorgung insbesondere statt. Gerade diese Quartiere müssen so gestaltet sein, dass sich ihre BewohnerInnen gerne und sicher im öffentlichen Raum zu Fuß bewegen.
Ein öffentlicher Spaziergang gemeinsam mit dem Leipziger Oberbürgermeister Burkhard Jung wird anhand stellvertretender Situationen die gegenwärtige Situation des Fußverkehrs aufzeigen und diskutieren. Zentrale Aspekte richten sich auf die Aufenthaltsqualität sowie eine Stadtgestaltung im Hinblick auf Verkehrsberuhigung und Entschleunigung. Die Route führt hierzu ausgehend vom Zentrum durch das Kolonnadenviertel.
Der Spaziergang ist eine Veranstaltung von FUSS e.V. und Verkehrsclub Deutschland (VCD), unterstützt von Atelier Latent.
Start: Neues Rathaus Leipzig, Haupteingang
Start: 17 Uhr, am Montag,  4. April 2016

Die Kunst des Spazierenführens

Oder: Eine gehende Spurensuche durch Wolfenbüttel nach Lessings Fußabdrücken
Künstler wandern seit Jahrzehnten durch menschenleere Landschaften, durch Industriebrachen als auch durch urbane Zentren. Dabei hat sich inzwischen eine Vielzahl an Spaziergangskonzepten und unterschiedlichen »Formaten in Fortbewegung« ausdifferenziert. Und auch Schriftsteller finden mitunter beim Gehen zu ihrem Stoff. So möglicherweise auch Lessing, der seiner geliebten Bibliothek in Wolfenbüttel auch gerne mal entfloh, wie er selber schrieb: »Es ist zwar recht gut, eine Zeitlang in einer großen Bibliothek zu studieren, aber sich darin zu vergraben, ist eine Raserey.« Was könnten heute seine Wege sein? Vor welcher »Raserey« sollte man heute fliehen, um Stoff zu finden?
Ausgehend von solcherlei Fragen zielt dieses Seminar an der Bundesakademie Wolfenbüttel auf die gemeinsame Entwicklung einer Spaziergangsinszenierung, die im Rahmen des Lessingfestivals Wolfenbüttel am letzten Seminartag öffentlich durchgeführt wird.
Die Einführung in das Seminar verschafft hierfür einen Überblick über »Formate in Fortbewegung« und zeigt Vorgehensweisen der Spaziergangsforschung, um außergewöhnliche Orte zu finden und überraschend zu inszenieren. Leitung: Bertram Weisshaar
Datum: Mo., 2. Mai (16:00 Uhr) - Do., 5. Mai (17:00 Uhr)
Kostenanteil: 300,- € (inkl. Übernachtung &Vollpension)
Anmeldung über Bundesakademie Wolfenbüttel 

Schon wieder so wertvoll wie nie zuvor: Lessing, im Europa 2016

ArtistTalk


Berlin. Ein Gespräch über Wege gehen und Wege machen, über das Gehen als kreativen wie sinnstiftenden Erfahrungsschatz,
mit Jeppe Hein und Bertram Weisshaar.
Anlässlich der Ausstellung »THIS WAY« von Jeppe Hein (Kunstmuseum Wolfsburg)
Veranstaltung wurde abgesagt & neuer Termin folgt

FCN Academy

Fulda. Vortrag im Rahmen der Tagung FCN_Academy zur »Spaziergangswissenschaft in Praxis«: Gestaltete, dialogische Spaziergänge und ähnliche „Formate in Fortbewegung“ bieten niedrigschwellige Ansätze, die Bürger in Planungsprozessen mitzunehmen.
Veranstaltungsort: Kongress- und Kulturzentrum Fulda, Esperantoplatz, 36037 Fulda; Mittwoch, 2. März 2016, Beginn 9 Uhr

DENKWEG – Von Aachen nach Zittau

DENKWEG – Von Aachen nach Zittau

Ein etwa 800 Kilometer langer, neuer Wanderweg führt zukünftig quer durch’s Land, ein Quer-Schnitt durch Deutschland, von A wie Aachen nach Z wie Zittau. Entlang der Route reihen sich Weiße Flecken unserer Kultur, wie auch Aussichtspunkte in die Zukunft. Gewissermaßen ein atheistischer Pilgerweg. Oder mit anderen Worten: Bleib Du dann mal hier! Denn warum nach Santiago oder sonst in ferne Länder pilgern, wo das Gute und das Schlechte ist doch so nah.
Zur Einführung des neuen Fernwanderweges wird Bertram Weisshaar diesen im Sommer 2015 erstmals abwandern und mittels Fotos und Berichten von den Begegnungen und Besonderheiten berichten. Nicht die Sehenswürdigkeiten, sondern die Denk-Würdigkeiten stehen dabei im Fokus. Mal schauen, zu welchem Bild der Landschaft Deutschland dies führen wird… Zur Website denkweg.net >>
Das Projekt wird gefördert durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen.

TALK WALK Hipster Walk

Leipzig. Einige nennen Leipzig „das bessere Berlin“. Andere sprechen gleich von „Hypezig” (André Herrmann). Tatsächlich zieht es seit geraumer Zeit immer mehr „Hipster” in die Stadt. Dieser Audio Walk erzählt die unglaublichsten Geschichten über die berühmt-berüchtigten Hipster-Orte im Leipziger Westen. Leipziger Autoren der Lesebühnen „Schkeuditzer Kreuz” und „West” berichten über „ihre Begegnungen mit Mate-Trinkerinnen, schwäbischen Immobilientouristen und voll authentischen Einheimischen in Feinripphemden. Setzen Sie Ihre Hornbrille auf und walken Sie mit!”
Dieser Audio-Spaziergang wird während B_Tours Leipzig – Bewegung im Stadtraum 2015 präsentiert und wird im Rahmen eines Lesebühnen-Live-Walks mit Publikum in Richtung Leipziger Westen vorgestellt – und alle können beim SpazierenHören dabei sein. Anschließend steht der für B_Tours Leipzig 2015 entwickelte Walk als AudioGuide zum Download bereit auf der Website talk-walks.de
Dieser Walk wurde produziert für das Festival B_Tours Leipzig, welches wiederum gemeinsam veranstaltet wird von Tanzarchiv Leipzig e.V. und B_Tour GbR. Das Festival B_Tours Leipzig 2015 und hierüber auch die Produktion dieses Walks wird gefördert durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen.
Premiere: Freitag, 10. Juli 2015; Start 19.30 Uhr bei der HGB Hochschule für Grafik und Buchkunst (Haupteingang), Wächterstraße 11.

TALK WALK Utopie Gutes Klima

Frankfurt am Main. Der Klimawandel ist für manche noch eine abstrakte Diskussion, jedoch zeigen sich Anzeichen vor der Haustüre: „Bewährte Baumarten wie z.B. Robinien, Platanen, Kastanien oder Bergahorn versagen zunehmend auf von Trockenstress besonders geprägten Standorten. Sinkende Grundwasserstände auf Tiefen von mehr als 4 m sind auch für Baumwurzeln nicht mehr erreichbar. (…) größere zusammenhängende Trockenperioden zeigen dementsprechende drastische Auswirkungen.“ (Stadt Frankfurt, Koordinierungsgruppe Klimawandel, 2014) Doch wie könne man die Städte an die prognostizierten Auswirkungen anpassen? Entsiegelung von Innenhöfen und mehr Verschattung durch zusätzliche Straßenbäume wären kurz- bis mittelfristig wirksam werdende Maßnahmen. Diese allerdings lassen sich nur realisieren auf Kosten von weniger PKW-Stellplätzen und verringerter Flächen für den motorisierten Verkehr. Das erinnert nun an die „Anstiftung zum Unfrieden” von Alexander Mitscherlich. Auch fünfzig Jahre nach seiner Veröffentlichung Die Unwirtlichkeit unserer Städte tun wie damals auch heute nicht wenige so, „als wäre alles unstörbar in bester Ordnung”. Im Sinne Mitscherlichs versucht dieser Walk daher, zu einem „bewussten statt eines unklaren Unbehagens beizutragen”. mehr lesen

TALK WALK Lücke mit Vielfalt

Frankfurt am Main. Im Frankfurter Stadtgebiet gibt es allein bei den Pflanzen etwa 1.400 Arten. Das ist eine überraschende biologische Vielfalt. Dabei sind viele der in Frankfurt am Main vorkommenden Pflanzen auf besondere Standorte angewiesen bzw. spezialisiert. Nicht nur für diese ist eine Vielfalt der Lebensräume daher wichtig. So umfasst biologische Vielfalt denn auch mehrere Ebenen. Beispielsweise ist auch der Erhalt der genetischen Vielfalt innerhalb der Arten als wichtige Aufgabe erkannt worden. Jedoch gilt die Biodiversität weltweit als auf allen Ebenen gefährdet. Diese Biodiversität ist aber nicht zuletzt im Kontext der Klimaerwärmung von Bedeutung, welche sich in städtischen Ballungsräumen voraussichtlich verstärkt auswirken wird. Vor diesem Hintergrund durchstreift dieser Hör-Spaziergang die Landschaftslücke des Frankfurter GrünGürtels und rückt unterschiedliche Aspekte von Vielfalt in den Fokus.
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TALK WALKs in Frankfurt & RheinMain

Eine Reihe von TALK WALKs thematisieren Aspekte von Umwelt, der Landschaftsgestaltung und der Lebensbedingungen in Frankfurt am Main und in der Region RheinMain. Konzipiert wird eine langfristige Serie mit jährlich bis zu fünf Spaziergängen. Dabei wird jeder TALK WALK in der Kombination aus geführter Veranstaltungen und im Internet bereit gestelltem AudioGuide realisiert. Dies generiert einerseits jeweils ein kommunikatives Ereignis und Interesse der Medien, andererseits wird durch das Angebot als AudioGuide eine langfristige und nachhaltige Nutzung der erstellten Inhalte möglich. Im Ergebnis entsteht ein Archiv mit vielfältigen Audio-Spaziergängen für Frankfurt und die Region RheinMain.
Für die Konzeption der Reihe und für die Realisierung der beiden ersten TALK WALKs erhielt Atelier Latent im Jahr 2014 eine Förderung durch den Fraport Umweltfonds zugesprochen.
Die Konzeption kann hier heruntergeladen werden >