7-Tage-Wander-Expedition

EISENACH bis KASSEL. Diese DENKWEG-Exkursion 2017 bietet eine geführte Wandertour für bis zu zwölf Teilnehmer. Beginnend in Eisenach geht es in sieben Tagesetappen bis nach Kassel – entlang von „Relikten der Großelternlandschaft“ und „Lebensmittelproduktionsflächen“, über die Salzhalde „Monte Kali“, vorbei am „Grünen Band“ und zu einem Demonstrationsbetrieb für ökologische Landwirtschaft. Somit führt diese Tour durch ausgesprochene Wandergebiete und zu besonderen Orten, wie auch zu fragwürdigen Hinterlassenschaften – ein Weg zwischen Schönheit und Schrecken. Damit öffnet sich noch einmal ein neues, auch sinnliches Fenster zu Themen eines nachhaltigen Lebensstils. Diese Exkursion folgt dem Denkweg von Eisenach bis nach Kassel erstmals als geführte Tour. Sie enthält auch etwas anspruchsvolle Etappen und erfordert daher eine gewisse körperliche Kondition und Übung.
Von Samstag, 10. Juni
bis Freitag, 16. Juni 2017

Weitere Informationen und Anmeldung – bis 24.03.17 hier>>
Download Ankündigung >>Ankündigung Exkursion2017

TALK WALK Frankfurt Innenstadt

Frankfurt am Main. Ein weiterer Audio-Spaziergang ist in Bearbeitung und steht in Kürze online: Die Innenstadt von Frankfurt am Main und das Konzept zu deren weiteren Entwicklung steht dabei im Zentrum dieses Hör-Spazierens. Wie kaum eine andere deutsche Stadt vergleichbarer Größe ist Frankfurt geprägt von anhaltendem Einwohnerzuwachs und enormer städtebaulicher Dynamik.
Zur Mitwirkung konnten durchweg renommierte und kompetente „Talk-Gäste” gewonnen werden: Immobilienunternehmer Rainer Ballwanz, Pfarrerin Andrea Braunberger-Myers, Planungsamtleiter Martin Hunscher, Stadtrat Mike Josef, Architekt Prof. Jochem Jourdan, Architekt Prof. Christoph Mäckler, Kulturamtsleiterin Carolina Romahn, Planerin Prof. Ursula Stein sowie Michael Hootz, Markus Radermacher, Nils Schalk und Jörg Stellmacher-Hein vom Stadtplanungsamt Frankfurt am Main.

Das Buch zum DENKWEG

»Gehen« eröffnet auch im 21. Jahrhundert unmittelbare Einblicke in unsere Lebenswelt. Fernab der Informationsflut und der Schnelllebigkeit des Internets ermöglicht Wandern oder Pilgern direkte und sinnliche Erfahrungen – und erfreut sich steigender Beliebtheit. Ausgehend hiervon entwirft der Spaziergangsforscher Bertram Weisshaar einen neuartigen Wanderweg, den er »Denkweg« nennt und der als (um)weltlicher Pilgerweg konzipiert ist. Sein Weg ist ein Querschnitt durch das Land, führt durch Wanderparadiese und zu bedeutungsvollen Orten, aber auch zu fragwürdigen Hinterlassenschaften. Er beschreibt das Konzept des Denkweges und lässt uns teilhaben an seiner Wanderung, die ihn von Aachen nach Zittau führt. Nicht zuletzt weckt er damit die Lust, diesen Weg in Abschnitten oder auch in Gänze selbst zu gehen. »Die Länge der Strecke ist dabei eine nur kleine Herausforderung«, so der Autor. Im positiven Sinne anspruchsvoll ist eher die Fülle an Schönheit und Widersprüchlichkeit – und das Erlebte als zusammenhängendes Ganzes zu denken. (Verlagsankündigung des Buches)
BEISPIELSEITEN: Einblicke in das Buch mit einigen Textauszügen und Fotobeispielen finden sich >> hier
BESTELLUNG: Das Buch kann gerne auch direkt beim Autor / Atelier Latent bestellt werden >> per Email
PRESSEMITTEILUNG  zum Buch >>hier 
Radio-Interview auf MDR Kulturradio >> hier

Münchner Freiräume: KONTRASTE

München. Eine Entdeckungstour durch den Stadtteil Obersendling und entlang der Isar untersucht die Vielfalt der Münchner Freiräume. Im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung zur Freiraumkonzeption lädt das Referat für Stadtplanung und Bauordnung ein zu diesem Stadtspaziergang. Begleitet wird dieser Streifzug von Atelier Latent, unterstützt durch GreenCity München.
Freitag, 3.02.2017, 14 Uhr
Weitere Informationen & Anmeldung hier >>

Rückblick auf die Zukunft

Dessau. Die TRIENNALE DER MODERNE rückt alle drei Jahre die Architektur der Moderne in den Fokus der Öffentlichkeit. Ausgangspunkt sind die UNESCO-Welterbestätten in den Städten Berlin, Dessau und Weimar. Das Programm der Triennale 2016 bezieht sich auf den Aspekt der Freiräume in der Architektur von Walter Gropius: „Licht, Luft und Sonne waren der Inbegriffe für die Architektur der Moderne, die den Menschen von allem historischen Ballast befreien und für jede soziale Schicht Gültigkeit haben sollten. […] So wurde die architektonische Formensprache auf das Wesentliche reduziert, um maximale Freiräume zu erzielen. Innen- und Außenräume wurden neu in Beziehung gesetzt.

Wie vielfältig dabei das Spektrum an Gestaltungsaufgaben- und lösungen war, lässt sich beispielhaft an den Dessauer Bauhausbauten von Walter Gropius erleben. Bis heute sind Transparenz und Klarheit die herausragenden Merkmale …“ Soweit die tradierte Geschichtsschreibung. Doch wie sieht die seinerzeit gebaute Zukunft neun Jahrzehnte später nun aus? Und welche Versprechungen und dem Bauhaus entgegengebrachte Polemik haben sich eingelöst oder aber aufgelöst? Zwei von Atelier Latent gestaltete Talk Walks nähern sich diesen Perspektiven:

TALK WALK »Rückblick auf das neue Siedeln«

Dieser Walk durch die Siedlung Dessau-Törten richtet den Fokus auf die Gärten, gehört doch zu jedem Haus ein Garten von ca. 400 qm, um im Sinne einer „halbländlichen Siedlung“ die Lebenshaltungskosten zu senken, durch eigenen Obst- und Gemüseanbau sowie Kleintierhaltung. Die Bewohnerstruktur wies in den 1930er-Jahren denn auch einen überwiegenden Anteil der unteren bis mittleren Einkommensschichten auf. Doch kaum jemand möchte arm leben und so hat sich einiges verändert.
Sa., 24.09. & So., 25.09.2016

TALK WALK »Mit Erfolg gescheitert. Gescheitert zum Erfolg«
Das (historische) Bauhaus bestand nur 14 Jahre. Zweimal konnte es seine Weiterexistenz durch den Umzug in eine andere Stadt retten. Doch zuletzt, in Berlin im April 1933 wurde das Bauhaus auf Veranlassung der Dessauer Staatsanwaltschaft durchsucht und wegen angeblich entdecktem kommunistischen Propagandamaterials versiegelt, worauf es sich kurz darauf selbst auflöste. Die Nationalsozialisten hatten damit das längst international erfolgreiche Bauhaus zur Strecke gebracht. Dieser Walk durch die Dessauer Innenstadt rekapituliert einige Stationen der Nazi-Agitation, die „eine der markantesten Stätten jüdisch-marxistischen ‚Kunst′-Willens von deutscher Erde verschwinden“ lassen wollte. So wurden beispielsweise in Dessau bereits im Juli 1933 in einem Schaufenster Bauhausbilder als „entartete Kunst“ ausgestellt – bereits vier Jahr bevor sich dieses Spektakel in München wiederholte.
Sa., 24.09. & So., 25.09.2016

WORKSHOP »Gehen & Verstehen«

Der Bielefelder Kunstverein stellt mit der thematischen Ausstellung ASYLUM (27.08. – 30.10.2016) künstlerische Initiativen und Konzepte zur Diskussion, die das Potential von Kunst als widerständigen Erfahrungsraum zum Ausdruck bringen und den komplexen Fragestellungen von Flucht, Migration und Integration eine Plattform bieten. Im Rahmen des umfangreichen Rahmenprogramms gestaltet Atelier Latent einen Workshop und einen Vortrag. (Teilnahme kostenfrei)

Workshop »Gehen & Verstehen« Das Gehen ist die unmittelbarste Art und Weise sich ein Bild der Welt zu verschaffen. Zugleich ist das gemeinsame Gehen oder das Spazieren-Führen ein besonderes Mittel um miteinander in Austausch zu treten – über das, was einem des Weges begegnet. Der Workshop vermittelt Hinweise, wie gestaltete Walks entwickelt werden können und was dabei vielleicht zu beachten ist.
Sa., 3.09.2016, 10 Uhr bis 15 Uhr
Vortrag »Spaziergangsforschung in der Praxis« Durch Braunkohlegruben und Industriebrachen, durch Stadtzentren und abseitige Zonen – Bertram Weisshaar nimmt seit über zwanzig Jahren Menschen mit auf seine Spaziergänge. In dem Vortrag berichtet er aus einer eigenen Praxis als Spaziergangsforscher, gibt aber auch einen kleinen Überblick über andere Protagonisten und „Formate in Fortbewegung“.
Sa., 3.09.2016, 16 Uhr

TALK WALK »Leibniz in Leipzig«

Leipzig.Vor etwas 350 Jahren kehrte ER jener Stadt den Rücken zu, in der er geboren wurde, zur Schule ging und studierte – und doch wird dieses Jahr (auch) in Leipzig an Leibniz erinnert. Anlässlich des Leibniz-Jahres 2016 führt dieser AudioWalk zu ausgesuchten Leipziger Wissenschaftsorten und präsentiert punktuell die Wissenschaftsstadt Leipzig. Der Spaziergang beginnt in der Leipziger Innenstadt an authentischen Leibniz-Orten und führt anschließend zu Stationen, die in einem thematischen Kontext zu Leibniz und/oder zur Leipziger Wissenschaftsgeschichte stehen. Schließlich trifft der „Gedankengang“ am Deutschen Platz auf die Wissensspeicher der Deutschen Nationalbibliothek und den Wissenschaftsstandort BioCity Leipzig. Der Spaziergang vermittelt Informationen zur Person Leibniz, möchte darüber hinaus auch zu einem kritischen Nachdenken über die Wissenschaften anregen.
Vorgestellt wird der von Atelier produzierte AudioWalk »Leibniz in Leipzig« mit einer geführten Veranstaltung im Rahmen der Langen Nacht der Wissenschaften am 24. Juni 2016, Start um 19.00 Uhr auf dem Nikolaikirchhof. Anschließend steht der Walk als AudioGuide zum Download bereit auf der Plattform talk-walks.de

Partizipation – Fluch oder Chance?

Frankfurt am Main. „Begriffe wie Bürgerbeteiligung, Partizipation, Mitbestimmung sind Schlagworte, die eine immer größere Gewichtung im Planungsprozess privater und öffentlicher Bauprojekte erfahren. Im Kern beschreiben sie die Art und Weise, interessierte, engagierte, aber auch skeptische Akteure in Planungsprozessen einzubinden und mitzunehmen […] Die Vermittlung unterschiedlicher, teils widersprüchlicher Interessen hin zu einer kohärenten und nachhaltig wirksamen Gesamtkonzeption wird zunehmend zum Maßstab einer erfolgreichen Planung.“ – Soweit aus dem Ankündigungstext zu der Fachtagung Partizipation im Planungsprozess – Fluch oder Segen?, veranstaltet vom Bund deutscher Landschaftsarchitekten bdla.
Atelier Latent wird mit einem Vortrag den Spaziergang als unmittelbares und sinnliches Medien für Kommunikation und Partizipation zur Diskussion stellen. Am 3. + 4. Juni 2016 in Frankfurt am Main

Instant Photo Walk auf Schloss Moyland

Bekannt ist das Schloss Moyland insbesondere wegen der weltweit größten Sammlung an Werken von Joseph Beuys. Doch auch die Wechselausstellungen machen von sich reden. Gegenwärtig die Ausstellung »Natur als Kunst – Landschaft im 19. Jahrhundert in Malerei und Fotografie«: „Die Wahrnehmung von Landschaft und deren künstlerische Umsetzung in Malerei und Fotografie bestimmt die Entwicklung der Kunst im 19. Jahrhundert. Denn sowohl die rasch gefertigte Ölstudie wie auch die Fotografie ermöglichten erstmalig die Wiedergabe eines spontanen Natureindrucks.”
Ein eher experimenteller Spaziergang wird die Landschaft des 19. Jahrhunderts und das Schloss verlassen und in dessen Nachbarschaft nach spontanen Natureindrücken suchen. Nichts läge da näher, als hierzu Josef Beuys oder einen der alten Maler mitzunehmen. Indessen bekommen die allesamt einen Korb und bleiben in ihrer Fettecke sitzen – prominenter Wegbegleiter wird Robert Smithson. Ihm gelang 1967 mit seinem Spaziergang »Monuments fo Passaic« die spontane Wiedergabe von Industrienatur. Ausgerüstet mit einer alten Polaroid-Camera wird dieser Walk in  nach latenten Szenen der Industrie-Natur-Landschaft suchen und diese in Black&White Instant Photos ins Museum tragen. Denn die Veränderung unserer Umwelt – dessen, was wir als Landschaft betrachten – ist unübersehbar. “Wie aber gelangen neue, zeitgemäße Bilder von Landschaft in unsere Köpfe?”
Im Rahmen der Kreis Klever KulTourtage 2016. Am Sonntag, 22. Mai 2016

Fußgängerfreundliche Stadt

Leipzig. In zahlreichen Städten erhält das Gehen als eine der wesentlichen Stützen der Nahmobilität eine neue Wertschätzung. Öffentlich diskutiert werden dabei meist die Stadtzentren und die Fußgängerzonen, aber weniger die gewöhnlichen Quartiere und Stadtteile – dort findet aber die tägliche Nahmobilität und Nahversorgung insbesondere statt. Gerade diese Quartiere müssen so gestaltet sein, dass sich ihre BewohnerInnen gerne und sicher im öffentlichen Raum zu Fuß bewegen.

Ein öffentlicher Spaziergang gemeinsam mit dem Leipziger Oberbürgermeister Burkhard Jung wird anhand stellvertretender Situationen die gegenwärtige Situation des Fußverkehrs aufzeigen und diskutieren. Zentrale Aspekte richten sich auf die Aufenthaltsqualität sowie eine Stadtgestaltung im Hinblick auf Verkehrsberuhigung und Entschleunigung. Die Route führt hierzu ausgehend vom Zentrum durch das Kolonnadenviertel. Der Spaziergang ist eine Veranstaltung von FUSS e.V. und Verkehrsclub Deutschland (VCD), unterstützt von Atelier Latent.
Start: Neues Rathaus Leipzig, Haupteingang
Start: 17 Uhr, am Montag,  4. April 2016