TALK WALK Utopie Gutes Klima

Frankfurt am Main. Der Klimawandel ist für manche noch eine abstrakte Diskussion, jedoch zeigen sich Anzeichen vor der Haustüre: „Bewährte Baumarten wie z.B. Robinien, Platanen, Kastanien oder Bergahorn versagen zunehmend auf von Trockenstress besonders geprägten Standorten. Sinkende Grundwasserstände auf Tiefen von mehr als 4 m sind auch für Baumwurzeln nicht mehr erreichbar. (…) größere zusammenhängende Trockenperioden zeigen dementsprechende drastische Auswirkungen.“ (Stadt Frankfurt, Koordinierungsgruppe Klimawandel, 2014) Doch wie könne man die Städte an die prognostizierten Auswirkungen anpassen? Entsiegelung von Innenhöfen und mehr Verschattung durch zusätzliche Straßenbäume wären kurz- bis mittelfristig wirksam werdende Maßnahmen. Diese allerdings lassen sich nur realisieren auf Kosten von weniger PKW-Stellplätzen und verringerter Flächen für den motorisierten Verkehr. Das erinnert nun an die „Anstiftung zum Unfrieden“ von Alexander Mitscherlich. Auch fünfzig Jahre nach seiner Veröffentlichung Die Unwirtlichkeit unserer Städte tun wie damals auch heute nicht wenige so, „als wäre alles unstörbar in bester Ordnung“. Im Sinne Mitscherlichs versucht dieser Walk daher, zu einem „bewussten statt eines unklaren Unbehagens beizutragen“.
Öffentliche Präsentation / geführte Spaziergangsveranstaltung am Freitag, 19. Juni, Start 18:00 Uhr am Alexander Mitscherlich-Platz / Grünewaldweg, Frankfurt am Main. Streckenlänge ca 3 Km; Dauer: 2 – 3 Stunden
Realisiert wird dieser Walk in Kooperation mit den Partnern: BDA Bund deutscher Architekten, Regionalgruppe Frankfurt am Main; Mitscherlich-Initiative; Stadtplanungsamt der Stadt Frankfurt am Main;